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17.12.2017 19:35 Uhr - 2. Bundesliga - cie, red, dpa

2. Liga kompakt: Drei der vier Kellerkinder punkten, Sonntag bringt Unentschieden und Trendwende für Dresden

Stefan Lex sicherte Coburg mit seinem Treffer einen Punkt in EmsdettenStefan Lex sicherte Coburg mit seinem Treffer einen Punkt in Emsdetten
Quelle: Jenny Seidel
Der Tabellenzweite aus Bietigheim hatte bereits gestern mit einem 32:29 (21:12) gegen den Dessau-Roßlauer HV zwei Punkte eingefahren und auch Spitzenreiter Bergischer HC wurde heute vor heimischer Kulisse seiner Favoritenrolle beim 34:28 gegen die Rhein Vikings gerecht. Im Verfolgerduell festigte unterdessen der VfL Lübeck-Schwartau den dritten Platz mit einem 27:26 gegen Absteiger Balingen-Weilstetten. Da Hamm überraschend einen Punkt in Eisenach ließ, setzen sich Bietigheim und Lübeck etwas aus dem Verfolgerfeld ab. Coburg und Emsdetten liegen nach der heutigen Punkteteilung weiter in Lauerstellung. Im Tabellenkeller feierte neben dem ThSV Eisenach auf die HSG Konstanz einen überraschenden Heimsieg, Wilhelmshaven machte mit dem Erfolg gegen Saarlouis einen Schritt in Richtung Mittelfeld. Am Sonntag stoppte Dresden die Talfahrt der letzten Woche, in Nordhorn gelang der erste Auswärtssieg der Saison.

"Mein Team hat immer an sich geglaubt, trotz der emotionalen Atmosphäre in der Halle und dem klaren Rückstand", freute sich Coburgs Trainer Jan Gorr nach dem heutigen Unentschieden in Emsdetten und wertete das 27:27 somit durchaus als Punktgewinn. Schließlich führten die Gastgeber bereits mit 25:21 bevor die Coburger zum Endspurt ansetzten. Drei Sekunden vor dem Ende gelang der Ausgleich. "Es war nach dem Spielverlauf tatsächlich ein gefühlter Sieg", so Gorr. Nach der Punkteteilung liegen beide Teams weiter in Lauerstellung - der HSC mit 22:14 Punkten auf dem siebten und der TVE mit 20:16 Punkten auf dem zehnten Platz.

Der HC Elbflorenz Dresden hat seine Talfahrt am heutigen Sonntag unterdessen gestoppt. Nach vier Niederlagen in Serie gewann die Mannschaft von Trainer Christian Pöhler am bei der HSG Nordhorn mit 29:28 (13:14). Vor 2.411 Zuschauern entwickelte sich im ersten Durchgang ein offener Schlagabtausch, wobei sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Nach der Pause zog Nordhorn bis zur 44. Minute auf 24:19 davon. Doch das Pöhler-Team gab sich nicht geschlagen und startete eine Aufholjagd. Den Dresdnern gelangen sechs Treffer nacheinander, Patrik Hruscak sorgte in der 51. Minute für die 25:24-Führung. In der spannenden Schlussphase traf Roman Becvar 44 Sekunden vor dem Ende zum 29:28. Dresdens Schlussmann Mario Huhnstock konnte den letzten Wurf der Gastgeber in der Schlusssekunde von Toon Leenders parieren und den Sieg damit festhalten. Beste Dresdner Werfer waren Kreisläufer Henning Quade (7) und Hruscak (6). Für Nordhorn war Lutz Heiny mit acht Toren erfolgreichster Schütze.

Bereits am Freitag waren die Handballer des Dessau-Roßlauer HV sind von ihrer Erfolgsspur abgekommen. Die Mannschaft von Uwe Jungandreas verlor ihr Gastspiel beim heimstarken Tabellen-Zweiten SG BBM Bietigheim mit 29:32 (12:21) und hat nach der zweiten Niederlage in Serie den Kontakt zur Spitzengruppe vorerst verloren. Die Dessauer konnten nur in den ersten zehn Minuten auf Tuchfühlung bleiben. Dann sorgten die Bietigheimer mit einem 5:0-Lauf von 6:4 auf 11:4 (17.) binnen sieben Minuten für eine Vorentscheidung in dieser Begegnung und zogen bis zur Pause auf neun Treffer davon. Der DRHV bot aber nach dem Seitenwechsel dank Vincent Sohmann (7/4) und Libor Hansich (6) eine starke Vorstellung, kam aber erst in den Schlussminuten dicht am Gegner heran. Für Bietigheim erzielten Christian Schäfer (10/5) und Patrick Rentschler (5) die meisten Tore.

Bietigheim bleibt damit erster Verfolger des Bergischen HC, der weiter einsam seine Runden an der Spitze der 2. Bundesliga zieht. Vor 2.677 Zuschauern setzte sich der Tabellenführer am Samstag nach einem zwischenzeitlichen 10:9 in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts zum 19:11-Pausenstand ab. Beim 24:14 war der Abstand fünf Minuten nach Wiederbeginn im zweistelligen Bereich angelangt, die Gäste kämpften aber verbissen um ein achtbares Ergebnis und verringerten den Abstand bis zum 34:28-Endstand wieder etwas. Beste Werfer waren Arnor Thor Gunnarsson mit 10/3 für den BHC und Christian Hoße mit 8/5 für die Vikings.

Wesentlich spannender war das Verfolgerduell zwischen dem VfL Lübeck-Schwartau und HBW Balingen-Weilstetten. Die 2.079 Zuschauer sahen einen guten Start der Hausherren, doch beim 3:4 stand dann erstmals eine Gästeführung auf der Anzeigetafel. Und diese sollte Balingen lange Zeit verteidigen, kurz nach dem Seitenwechsel lag Schwartau beim 13:18 sogar mit fünf Toren zurück. Eine Dreier-Serie sorgte dann aber für Hoffnung und brachte die Gastgeber zurück ins Spiel, beim 24:23 hatte Lauenroth den VfL zehn Minuten wieder in Front geworfen. Der Schlagabtausch blick packend, die Entscheidung brachten am Ende ein Gegenstoß von Markus Hansen sowie eine Parade von Dennis Klockmann, die für den 27:26 (13:16) Endstand sorgten. Für die Hausherren erzielte Sebastian Damm sechs Treffer, für Balingen war Simen Schonningsen mit fünf Toren bester Werfer.

Die Rimparer Wölfe hatten gegen den VfL Eintracht Hagen unterdessen bereits im ersten Abschnitt die Weichen für einen souveränen Heimsieg gestellt und sich im engen Verfolgerfeld auf den sechsten Platz vorschieben. Zur Halbzeit führten die Gastgeber zur Freude der 1.715 Zuschauer in der s.Oliver Arena bereits mit 16:5. Im zweiten Abschnitt lockerten die Hausherren angesichts der deutlichen Führung etwas den Griff, nach dem zwischenzeitlichen 22:7 konnten die Gäste in dern letzten Viertelstunde noch zehn Treffer erzielen und so den Endstand zumindest etwas freundlicher gestalten, das 28:17 spricht aber dennoch eine deutliche Sprache. Julian Sauer war mit acht Toren bester Werfer der Rimparer, für Hagen erzielten Julian Renninger vier Treffer.

Rimpar rückte unter anderem einen Punkt an den ASV Hamm-Westfalen heran, der etwas überraschend einen Punkt in Eisenach ließ. Vor 1.441 Zuschauern schien sich der ThSV Eisenach beim 26:24 für eine kämpferische Leistung in der Werner-Aßmann-Halle mit zwei Punkten zu belohnen, doch die Gäste retteten mit einem Doppelschlag durch Björn Zintel und Christoph Neuhold in Überzahl zumindest noch einen Punkt. Paraden der Torhüter auf beiden Seiten sorgten in der letzten Minute dann dafür, dass das 26:26 der Endstand wurde. Eisenach hatte fast über die gesamte Spielzeit geführt, musste sich aber mit einem Punkt begnügen. Beste Werfer waren Zintel für die Gäste und Gerlich für den ThSV mit je fünf Treffern.

Für Eisenach gab es - passend zur bisherigen Saison - auf den Punktgewinn vor heimischer Kulisse auch gleich wieder eine schlechte Nachricht. Denn die HSG Konstanz feierte ein 30:29 gegen den TuSEM Essen und reichte so die Rote Laterne zurück an den ThSV. Konstanz lag über weite Strecken der Partie in Führung, doch der TuSEM ging mit einem knappen Vorsprung in die letzten zehn Minuten. Mit einem Doppelschlag von Tom Wolf und Maximilian Schwarz, die mit zusammen siebzehn Toren die Aktivposten im Angriff der Gastgeber waren, holte sich die HSG die Führung beim 26:25 aber zurück. Der Gast glich in dem Krimi bis zum 28:28 jeweils aus, auf das 29:28 ließ Schwarz dann aber auch das 30:28 folgen. Da Felix Klingler in der rassigen letzten Minute den Anschlusstreffer des TuSEM beantwortete, waren die Weichen gestellt. Essen kam noch einmal zum Anschluss, den Sieg ließ sich Konstanz in den verbleibenden fünfzehn Sekunden aber nicht mehr nehmen.

Zweitligist EHV Aue hat seinen Aufwärtstrend unterdessen bestätigt. Gegen Eintracht Hildesheim gewann die Mannschaft von Trainer Stephan Swat am Samstag mit 35:22 (19:8). Es war bereits der dritte Sieg in Serie für die Auer, die damit wieder Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle herstellen konnten. Vor 1.300 Zuschauern dominierte der EHV von Anfang an die Partie. Jan Faith traf in der 10. Minute zur 6:1-Führung. Bis zur Pause konnte das Swat-Team den Vorsprung auf elf Tore ausbauen. Im zweiten Durchgang war Aue den Gästen aus Niedersachsen weiterhin in allen Belangen überlegen. Neben Torhüter Robert Wetzel, der mit zehn Paraden ein sicherer Rückhalt war, ragten beim EHV der siebenfache Torschütze Kevin Roch und Faith mit sechs Treffern heraus. "So ein überragendes Spiel unserer Mannschaft habe ich lange nicht erlebt. Wir stehen zwar immer noch einem Abstiegsplatz, sind aber wieder auf Tuchfühlung zum rettenden Ufer", sagte EHV-Manager Rüdiger Jurke.

Als einziges der letzten vier Teams blieb an diesem Wochenende die HG Saarlouis ohne Punktgewinn. In Wilhelmshaven setzte es eine klare 26:31 (12:17) Niederlage. Der WHV arbeitet sich somit auf den fünfzehnten Platz empor und kann nächste Woche gegen TuSEM Essen eventuell weiteren Boden in Richtung Mittelfeld gut machen. Nach einem ersten Abtasten bekamen die Hausherren die Begegnung nach gut zehn Minuten in den Griff, beim 12:7 lagen bereits fünf Tore zwischen den Konkurrenten. Mit diesem Abstand ging es beim 17:12 auch in die Kabinen. Nach Wiederbeginn zog der WHV auf 22:13 davon, führte beim 28:18 mit zehn Toren und verwaltete die Führung dann bis zum 31:26-Endstand. Beste Werfer waren Kay Smits mit 8/3 für den WHV und Anton Lindskog sowie Arthur Muller mit je sechs Toren für den Gast aus Saarlouis, dem nächste Woche ein Kellerduell gegen den ThSV Eisenach bevorsteht.

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