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13.02.2018 14:03 Uhr - A-Jgd BL Nord - PM Vereine, red

Jugendbundesliga kompakt: Der Rückblick auf das Wochenende

Jonas HadlichJonas Hadlich
Quelle: Peter Pisa
Nord, Ost, Süd, West: In vier Staffeln der Jugendbundesliga messen sich die besten A-Jugend-Mannschaften des Landes miteinander und kämpfen um die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Für einen kompakten Rückblick auf das Wochenende haben wir die Spielberichte der Vereine gesammelt und veröffentlichen diese nach Staffeln sortiert...

Nordstaffel

Deutlicher Heimsieg gegen Tabellenletzten

Am Sonntag gewann der VfL Bad Schwartau nach einer monatelangen Durststrecke wieder ein Spiel. Mit 41:30 (18:16) konnte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg geschlagen werden.

Vor 125 Zuschauern begann der VfL mit einer verjüngten Truppe, denn gleich vier U17 Spieler standen im Kader des Teams, welches sich nun vermehrt und intensiver auf die Qualifikation zur neuen Bundesligasaison vorbereiten soll. Auch die 2000ner sind nun mehr und mehr in der Pflicht und alle zogen heute an einem Strang. Ergänzt von den "Alten Hasen" begann das Spiel ausgeglichen, bevor die Schwartauer auf 11:7 davonzogen. Die Gäste konnten bis zur Pause zwar nochmals auf zwei Tore verkürzen, dennoch war es ein munteres Handballspiel mit wenigen Fehlern.

Angeführt von Chefspielmacher Yan-Eric Barthel ging es mit viel Tempo in die zweiten 30 Minuten. Schön, dass an diesem Nachmittag sich auch fast alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Auch der Rückhalt im Kasten funktionierte und man konnte seinen Vorsprung Tor um Tor ausbauen (24:19; 37:25).

Am Ende hieß es 41:30 und man feierte endlich mal wieder einen Sieg in der Bundesliga. Die kommende Woche verläuft für den VfL nun etwas entspannter. Erst übernächste Woche wartet das Ostseederby gegen Kiel auf die Schwartauer.

Oststaffel

Achterbahnfahrt zum Sieg für Hanauer Nachwuchs

Mit 34:31 ist die A1 der HSG Hanau in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dabei machte es das Team des Trainergespanns Geist/Scholz auch gegen die Sportfreunde aus Budenheim unnötig spannend. Nach einer Sieben-Tore-Führung geriet man mit 3 Toren in Rückstand, zeigte aber in der Schlussphase die richtige Moral und siegte letztlich verdient gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste.

Die Gäste erwischten den besseren Start in die Partie und führten schnell mit 1:3 Toren. Dies auch begünstigt durch eine sehr frühe Hinausstellung für den Hanauer Lukas Schmitt nach gerade einmal zwei Spielminuten. Anders als in den letzten Wochen zeigte sich der Hanauer Nachwuchs jedoch geduldig und konnte den Vorsprung bereits beim 4:4 egalisieren. Danach nahm die Heimmannschaft das Heft in die Hand und setzte sich auf 9:4 ab. In dieser Phase spielte die Mannschaft von Hannes Geist und Dominic Scholz nicht nur konsequent ihre Angriffsaktionen zu Ende, sie schloss auch ebenso konzentriert ab.

Die Auszeit der Sportfreunde brachte zunächst keine Veränderung. Denn in der Folge baute das HSG-Team den Vorsprung auf 14:7 aus. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kräfteverhältnisse eindeutig verteilt. Budenheim fand kaum Lücken in der Hanauer Abwehr, wogegen die Grimmstädter zu relativ einfachen Toren kamen. Das Spiel schien in sicheren Bahnen für die Hausherren zu verlaufen. Doch wie in den Wochen zuvor war die Sicherheit trügerisch. Denn anstatt die Überlegenheit zu nutzen, lud man das Budenheimer Team mit einer Vielzahl von einfachen Fehlern zur Aufholjagd ein. So ging es schließlich mit einem Vorsprung von nur drei Treffern beim 16:13 in die Halbzeit.

Wer gedacht hatte, die Hanauer würden sich nach der Halbzeit wieder auf ihre Stärken besinnen, hatte die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Sie spielten nun immer häufiger mit dem siebten Feldspieler, womit der Hanauer Nachwuchs seine Mühe hatte. So gelang es dem HSG-Tema zwar bis zum 18:16 die Führung zu behaupten, danach aber kippte die Partie zugunsten der Gäste. Beim 18:18 in der 35. Minute nahm Hannes Geist bereits seine erste Auszeit, die jedoch nicht den gewünschten Effekt zeigte. Als er knapp acht Minuten später bereits wieder die grüne Karte zückte, lag das heimische Team mit 21:24 im Rückstand und schien endgültig aus dem Tritt geraten zu sein. Doch anders als in den Vorwochen kämpfte sich das Team erfolgreich zurück und konnte in der 48. Minute beim 26:26 erstmals wieder gleichziehen. Wenig später stand es dann bereits 28:26, womit Hanau wieder zurück in der Erfolgsspur war. Auch wenn Budenheim noch einmal der Ausgleich gelang, hatte Hanau in der Schlussphase die größere Substanz und setzte sich so auf 34:30 uneinholbar ab.

Ein wichtiges Erfolgserlebnis gegen eine Budenheimer Mannschaft, die spielerisch wie kämpferisch zu überzeugen wusste und der heimischen HSG alles abverlangte. "Ein erkämpfter Sieg, gut für die Moral", resümierte Hanaus Trainer Hannes Geist abschließend. Nun heißt es, noch eine Schippe drauflegen. Denn am kommenden Sonntag gastiert die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in der Main-Kinzig Halle.

Weststaffel

Lemgo siegt gegen den VfL Eintracht Hagen

In der Bundesliga siegte die A-Jugend von Handball Lemgo am Samstag mit 36:34 gegen den VfL Eintracht Hagen. Damit festigt das Team von Jan Schwensfeger und Christian Plesser den sechsten Platz in der Bundesliga West. "Das Beste am Spiel waren die zwei Punkte", so Jan Schwensfeger nach dem Spiel am Samstagabend.

"Mit der gezeigten Leistung können wir allerdings nicht zufrieden sein", war Lemgos Trainer mit dem Auftritt aber nur bedingt zufrieden. "Wir haben sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit sehr früh recht deutlich geführt", ging Lemgo schnell mit 8:3 und nach dem Seitenwechsel nach dem 16:15 zur Pause schnell auf 27:21 nach vorne. "Und dann schmeißen wir die Führung wieder unnötig weg", so Schwensfeger. "Wir machen Abspielfehler, erlauben uns vorne und hinten Undiszipliniertheiten, stehen nicht stabil in der Deckung und waren einfach nicht so präsent."

Die Gäste aus Hagen kamen so immer wieder nah an Lemgo heran, zum Ausgleich reichte es aber in der zweiten Halbzeit für die Spieler der Eintracht nicht mehr. Lemgo nahm am Ende den Sieg mit, ohne jedoch zu glänzen. "Das wichtigste ist, dass wir die beiden Punkte mitgenommen haben. Gegen Oespel-Kley am kommenden Wochenende muss uns aber klar sein, dass wir da eine deutlich stärkere Leistung benötigen zu einem Sieg", so Schwensfeger. "Wir haben zwei Punkte geholt, Mund abputzen, weiter geht?s!" Am Freitag um 19:45 Uhr muss Lemgo in Dortmund gegen die DJK Oespel-Kley ran.

TSV Burgdorf setzt sich gegen Bergischen HC durch

Die A-Junioren der TSV Burgdorf haben in der Weststaffel der Jugendbundesliga gegen den Bergischen HC eine ganz starke Leistung auf das Parkett gebracht. Die Gäste aus Solingen wurden mit einer 26:43-Packung auf die Heimreise geschickt. Am Sonntagnachmittag passte beim Burgdorfer Nachwuchs nahezu alles. Die Abwehr stand gut, dahinter zeigte sich Keeper Tim Buschhorn in Top-Form. Er verhinderte nicht nur eine ganze Reihe von Großchancen des Bergischen HC, sondern konnte sich sogar in die Liste der Torschützen eintragen.

Das zwischenzeitliche 17:8 erzielte er mit einem Wurf in das verwaiste Gästetor. Im Angriff brauchte es nur eine kurze Anlaufzeit um ins Rollen zu kommen. Nach dem 3:3 (6.) zündete die TSV den Turbo und setzte sich über 7:3 (10.) und 13:7 (20.) auf 23:11 zur Pause ab. Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Hausherren kaum nach. Ob Tempogegenstoß oder gebundener Angriff, es klappte viel an diesem Tag. Am Ende leuchtete der Kantersieg mit 17 Toren Unterschied von der Anzeigentafel.

"Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt. Damit bin ich absolut zufrieden", freute sich Trainer Iker Romero. Einziges Ärgernis ist die erneute Verletzung von Martin Hanne - auf diesem Wege wünschen wir schnelle Genesung. Die A-Junioren haben nun ein spielfreies Wochenende, bevor es am Sonnabend, den 24. Februar, beim VfL Gummersbach weitergeht.

GWD Minden mit Siegesserie bei 20:0 Punkten

Der Spitzenreiter der A-Jugend-Bundesliga, Staffel West, löst die Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten souverän. GWD Minden setzt sich bei der DJK Oespel-Kley mit 36:18 (20:8) durch und baut die Siegesserie auf 20:0 Punkte aus. Das nächste Spiel steht für die Mannschaft am Samstag, 24. Februar (18 Uhr), gegen die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen auf dem Programm. In Melsungen gab es am 22.10.2017 mit 25:29 die letzte Niederlage.

Der zehnte Sieg in Serie geriet bei der DJK Oespel-Kley in der Sporthalle Lütgendortmund nicht in Gefahr. "Wir haben das Spiel von Beginn an überlegen gestaltet. Ich bin bis hin zur Konsequenz, mit der wir durchgezogen haben, voll und ganz zufrieden", lobte Trainer Sebastian Bagats, der zudem die Einsatzzeiten seiner Spieler gut erteilen konnte. Vom 3:3 (7.) zog GWD über 6:3, 8:4 und 13:6 (20.) auf 21:8 (31.) weg.



Südstaffel

Bundesliga-Tormaschine läuft weiter auf Hochtouren: A-Jugend der HSG Konstanz mit nächstem Kantersieg

Die A-Jugend der HSG Konstanz marschiert weiter durch die Rückrunde in der Jugend-Bundesliga. Auch im vierten Spiel im neuen Jahr blieb der Zweitliga-Nachwuchs ungeschlagen, holte die Zähler sechs und sieben nach der Spielpause und verteidigte mit nun 20 Punkten Tabellenplatz vier der Jugend-Bundesliga. Erneut fegte dabei ein heftiger Offensivsturm über den Kontrahenten aus Bayern hinweg. Nach dem 35:20 (18:8)-Sieg gegen den VfL Günzburg stehen mittlerweile 556 Tore in nur 17 Partien für die Konstanzer zu Buche - Bestwert in der Jugend-Bundesliga.

Und auch gegen Günzburg lief der Offensivmotor der Gelb-Blauen sofort auf Hochtouren und von Beginn im Tempohandball-Turbomodus. Aus einem 3:3 wurde nach sieben weiteren Minuten mit einem 5:0-Lauf fix ein 8:3-Vorsprung (12.). Torschütze des achten Treffers: Schlussmann Moritz Ebert, der an diesem Abend sogar noch ein zweites Mal mit einem weiten Wurf über das ganze Spielfeld erfolgreicher Torschütze war. Damit trugen sich nicht nur alle Feldspieler bis zum Schlusspfiff in die Torschützenliste ein, auch der Beachhandball-Jugendnationaltorwart bewies seine Treffsicherheit aus großer Distanz. Die HSG Konstanz war schon zu diesem frühen Zeitpunkt drückend überlegen, ohne jedoch richtig konsequent zu sein. Denn noch unterliefen auch den Gastgebern einige technische Fehler und im Gefühl der deutlichen Überlegenheit wirkte das Spiel des Tabellenvierten in der Anfangsphase etwas zu verspielt und zu sehr auf den schönen Ball in der Vorwärtsbewegung bedacht. In den letzten Minuten des ersten Durchgangs besann sich Konstanz jedoch noch einmal auf seine Stärken, erhöhte die Schlagzahl und auf den 18:8-Pausenstand.

"Pflichtaufgabe für unser Ziel souverän gemeistert", konnte Trainer Thomas Zilm daher nach Ende einer einseitigen Begegnung notieren. "Wir haben allen Spielern Einsatzzeiten ermöglichen können, dennoch war es natürlich schwer, die Spannung bis zum Schluss hochzuhalten." War er mit der Abwehrleistung in den ersten 20 Minuten noch wenig zufrieden, so hatte sich die Deckung der HSG danach spürbar stabilisiert und ermöglichte mit vielen Ballgewinnen das schnelle Umschaltspiel. "Wir waren am Anfang nicht schnell genug auf den Beinen und haben nur reagiert", mahnte Zilm Nachlässigkeiten an, die jedoch wenig bestraft wurden. Denn insgesamt waren seine Schützlinge wieder zu gut. Wenn sie gefordert wurden, legten sie wieder einen Zahn zu und ließen dem wacker kämpfenden Kontrahenten von der Donau keine Chance.

Nach der Pause dasselbe Bild: Konstanz zog schnell auf 13 Tore weg, ließ Günzburg dann wieder auf neun Tore herankommen und startete beim 25:16 einen neuerlichen 6:0-Lauf zum 31:16 ehe schließlich auch bei Abpfiff 15 Treffer Differenz verbucht werden konnten (35:20). Darunter herrliche Tore wie ein Rückraum-Kracher von Rechtsaußen Julian Kirschmann unter die Latte, Felix Fehrenbach schön von außen und Moritz Ebert mit seinem zweiten Treffer über das ganze Spielfeld. Nach einem weiteren starken Auftritt hatte Thomas Zilm gut lachen: "Wenn wir gegen alle Teams, die hinter uns stehen, Punkte holen, kommt keiner vorbei." Wobei sogar dem Spitzenreiter, den Rhein-Neckar-Löwen, kürzlich ein Punkt abgeknöpft werden konnte. Dass vermeintliche Pflichtaufgaben in der ausgeglichen Eliteklasse des deutschen Jugendhandballs jedoch alles andere als leicht und selbstverständlich zu lösen sind, zeigen die Ergebnisse der Konkurrenz.

Zwar haben sich die HSG-Talente inzwischen drei Punkte Vorsprung auf Platz sieben erarbeitet, doch Thomas Zilm wird nicht müde den Finger zu erheben und warnt: "Es kann ganz schnell in beide Richtungen gehen. Es ist noch gar nichts sicher und wir müssen akribisch weiterarbeiten." Die nächste Aufgabe ist dabei eine ganz schwere: Am 25. Februar muss Konstanz beim Tabellendritten Pforzheim antreten. Nur noch einen Punkt liegen die Gold- und Schmuckstädter vor der HSG.

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