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18.02.2017 19:49 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine

HC Leipzig revanchiert sich bei Neckarsulm

Alexandra MazzuccoAlexandra Mazzucco
Quelle: Mario Gentzel
Die Sport-Union wollte am 14. Spieltag der Handball Bundesliga in Leipzig eigentlich das Kunststück vom ersten Spieltag wiederholen, zog aber durch eine schwache erste Hälfte am Ende den Kürzeren. Trotz namhafter Abgänge beim HC Leipzig ging der finanziell stark angeschlagene Gastgeber als Favorit in die Begegnung und revanchierte sich bei der Sport-Union für die überraschende Niederlage in Neckarsulm zu Beginn der Saison. "In den entscheidenden Augenblicken haben wir nachgelegt", freute sich HCL-Coach Norman Rentsch.

Der Gastgeber überzeugte von Beginn an mit Tempohandball und war bereits nach 17 Minuten auf 10:4 davongezogen. Ohne Luisa Gerber und Milana Vlahovic tat sich die NSU im Abschluss schwer. Leipzig nutzte die Neckarsulmer Fehler gnadenlos aus und konterte durch Alexandra Mazzucco zu einer schnellen Führung. Trainer Emir Hadzimuhamedovic nahm nur kurze Zeit später seine erste Auszeit, wechselte etwas durch, konnte aber schließlich nicht die Wende bringen.

In Nele Kurzke hatte der HCL zudem einen starken Rückhalt. Allein im ersten Durchgang glänzte die Torhüterin mit zwölf Paraden. Bis zur Pause baute Leipzig sein Polster auf acht Treffer aus. "Als neue Nummer eins habe ich große Verantwortung", sagte sie nach dem Spiel auf der Homepage des HCL. "Da kann man sich leicht unter Druck setzen. Ich bin froh dass es gleich so gut geklappt hat." So setzten sich die Leipzigerinnen durch einfache Tore deutlich ab und schickte Neckarsulm mit einem 16:8-Rückstand in die Kabine.

In der zweiten Hälfte kam Neckarsulm aber deutlich besser aus der Kabine. Die Abwehr packte zu und über Maike Daniels sowie Seline Ineichen verkürzte die Sport-Union Tor um Tor und machte das Spiel beim 19:16-Zwischenstand durch Isabel Tissekker wieder spannend. Der HCL reagierte schnell, nahm direkt eine Auszeit und unterbrach den Neckarsulmer Lauf. Die Gastgeberinnen bauten die Führung wieder etwas aus, aber Neckarsulm verkürzte in doppelter Überzahl nochmals durch Ineichen.

Leipzig nutzte seine Überzahlsituationen allerdings ebenfalls clever und setzte sich in der Schlussphase wieder deutlich ab. Über Mazzucco und Rode baute Leipzig den Vorsprung per Gegenstoß wieder aus und setzte sich am Ende mit 28:23 verdient gegen die Sport-Union durch. Leipzigs Kreisläuferin Luisa Sturm sah 30 Sekunden vor Schluss nach ihrer dritten Zeitstrafe noch die Rote Karte. Erfolgreichste HCL-Torschützin war Alexandra Mazzucco mit acht Treffern. Die 24-Jährige hat nach dem Wechsel von Katja Kramarczyk zu Bayer Leverkusen das Kapitänsamt beim HCL übernommen und betonte nach der Partie: "Heute haben wir mit unserem leidenschaftlichen Spiel ein sportliches Zeichen gesetzt." Bei den Gästen stach Seline Ineichen mit sechs Treffern heraus.

"Mit der ersten Hälfte bin ich heute nicht einverstanden, wir haben aus dem Rückraum schlecht geworfen und Leipzig zu leichten Toren eingeladen. Durch einen Kraftakt müssen wir uns dann in der zweiten Halbzeit wieder ran kämpfen. Durch eine starke Phase schaffen wir das bis auf drei Tore auch, aber am Ende gewinnt Leipzig durch unsere schlechte erste Hälfte verdient. Wenn wir mit drei, vier Toren Rückstand in die Pause gehen, dann hast du hier ein anderes Spiel", sagte NSU-Trainer Emir Hadzimuhamedovic nach Spielende.

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Frauen · 1. Bundesliga · Saison 2016/2017
14. Spieltag · 18.02.2017 · 18:00 Uhr
HC Leipzig28:23
Neckarsulmer SU
Ernst Grube Sporthalle Leipzig · Zuschauer : 971
Torschützen: Mazzucco(8), Bösch(4/1), Reimer(3/1), Minevskaja(3/2), Sturm(3), Rode(3), Urbicht(2), Einarsdottir(1), Kurzke(1),
Siebenmeter: 4 / 7
Zeitstrafen: 116
Rot: Sturm (59.)
Torschützen: Ineichen(6), Daniels(4), Kalmbach(3), Hoffmann(3/1), Tissekker(2/1), Breitinger(2), Ahlin(1), Fischer(1), Vojtiskova(1),
Siebenmeter: 2 / 3
Zeitstrafen: 3
Rot:

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