20.03.2017 13:27 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG

Nach sieben Jahren: Vipers-Publikumsliebling beendet ihre Karriere nach der laufenden Saison

Annika BuschAnnika Busch
Quelle: Vipers
"Als ich 2010 zu den Vipers nach Bad Wildungen gekommen bin, hätte ich – ehrlich gesagt – nicht damit gerechnet, dass ich sieben Jahre in diesem Verein spielen werde und Bad Wildungen zu meiner neuen Heimat wird", erzählt Annika Busch lächelnd. Doch nach der aktuellen Saison 2016/2017 wird die beliebte Rechtsaußen der HSG Bad Wildungen Vipers ihre sportliche Laufbahn beenden, um sich auf ihre privaten und beruflichen Wege zu konzentrieren.

Dieser Schritt "wird für die Mannschaft, die Fans und Zuschauer ein bedauernswerter sein", schreibt der Verein in seiner Pressemitteilung, denn die gebürtige Dortmunderin hat sich über ihre Jahre in Bad Wildungen zu einer konstanten Leistungsträgerin, Führungsspielerin und einem echten Publikumsliebling entwickelt. "Ich bin mit dem Verein durch dick und dünn gegangen. Zwei Aufstiege habe ich miterlebt und auch etwas schwierigere Zeiten haben wir gemeinsam überstanden", erklärt die Linkshänderin, "ich habe mich in Bad Wildungen nicht nur sportlich positiv entwickelt – durfte zuletzt sogar in der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft Luft schnuppern – sondern auch persönlich, was ich unter anderem dem Umfeld bei den Vipers zu verdanken habe."

Die Entscheidung zum Karriereende ist Busch aufgrund ihrer persönlichen und sportlichen Entwicklung extrem schwergefallen: "Natürlich ist mir die Entscheidung alles andere als leichtgefallen, aber nach 12 Jahren Leistungssport und davon sieben Jahre in Bad Wildungen, habe ich mich dazu entschieden, meine Karriere zu beenden. Ich werde mein Augenmerk zukünftig mehr auf die Arbeit richten – ich werde Weiterbildungsmaßnahmen absolvieren und ein Stück weit das Private nachholen, was in der Zeit des Leistungssports zu kurz gekommen ist."

Für die Bad Wildungerinnen verlässt somit eine echte "Viper" das Team. "Es ist sehr schade, dass Annika aufhört", kommentiert Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel die Entscheidung, "aber wir haben sie nicht nur einmal gefragt, was wir tun können, um sie umzustimmen. Insofern höchste Anerkennung für Annika als Person, ihre Leistung und ihren Anteil an der positiven Entwicklung des Bad Wildunger Handballs."

Für die Fans und Zuschauer der Vipers wird dies in der neuen Saison eine Umstellung sein, denn die flinke Rechtsaußen war bisher eine echte Sympathieträgerin – dies kam auch in den letzten beiden Jahren als Markenbotschafterin für das Frankenberger Unternehmen und Trikotsponsor Fingerhaus zum Tragen. Für Annika Busch selbst waren die Fans immer eine wichtige Unterstützung bei den Bundesligaspielen, zu denen sie stets einen engen Kontakt pflegte. "Bedanken möchte ich mich natürlich beim Verein für jegliche Unterstützung – auch abseits des Spielfelds – und bei den großartigen Fans, für die kein Weg für uns zu weit ist, und die bei jedem Spiel alles für uns geben. Aber die Fans können sicher sein, dass ich den Vipers nicht den Rücken kehre und man mich in Zukunft noch öfter in der Ensehalle sehen wird", erzählt Busch im Hinblick auf die Zukunft.

Neben den Fans und Verantwortlichen des Vereins bedauert auch Trainerin Tessa Bremmer den Abschied von Annika Busch aus dem Leistungssport: "Dass Buschi sich entschieden hat, mit dem Leistungssport aufzuhören, trifft uns deutlich. Sie war nicht nur sportlich gesehen in den letzten Jahren einer der wichtigsten Bausteine bei uns im Team, sondern auch persönlich gesehen ein Vorbild für die übrigen Spielerinnen. Mit ihrer kämpferischen Art und dem Spaß am Spiel hat sie die positive Entwicklung unseres Vereins mitgestaltet und war immer zu 100 Prozent da. Ich kenne Buschi nun schon seit 10 Jahren und sie hat auch persönlich eine unglaublich positive Entwicklung durchgemacht. Umso mehr respektiere und verstehe ich ihre Entscheidung. Natürlich bedeutet das nicht, dass ich nicht immer noch die Hoffnung behalte, dass sie irgendwann wieder für uns spielen wird."



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