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09.04.2017 10:42 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, Franziska Braun, PM THC

Schwer erkämpfter Sieg des Thüringer HC in Blomberg

Manon HouetteManon Houette
Quelle: Mario Gentzel
Meister Thüringer HC hat mit einem schwer erkämpften Auswärtssieg bei der HSG Blomberg-Lippe seine Position in der Spitzengruppe der Frauen-Bundesliga gefestigt. Am Samstag setzte sich das Team von Trainer Gerhard Müller mit 31:27 (16:13) durch. Beste Werferinnen beim THC war Manon Houette mit sechs Treffern. Gleich fünf Spielerinnen steuerten jeweils vier Tore zum Sieg bei. Alicia Stolle kam bei Blomberg ebenfalls auf sechs Tore.

Der THC fand schlecht ins Spiel. Und so stand es nach vier Minuten 2:0 für die Gastgeberinnen. Nachdem Anna Monz bereits den dritten Wurf der Gäste abgewehrt hatte, gelang Lydia Jakubisova dann aber der erste Treffer für die Gäste. Doch auch Blomberg legte nach und traf auf der Gegenseite zum 3:1 durch Gisa Klaunig. Der Abwehr der Thüringerinnen fehlte weiterhin die Konzentration und auch im Angriff ging es sehr hektisch zu, was vergebene Tempogegenstöße und Ballverluste belegen. Zudem glänzte vor allem HSG-Torhüterin Anna Monz von der HSG mit weiteren starken Paraden.

In der zwölften Spielminute erzielte Crina Pintea die erstmalige Gästeführung. Nun arbeitete die Abwehr des THC deutlich besser und schaffte es ein ums andere Mal, den Blombergerinnen die Bälle abzuluchsen. Wieder stand Crina Pintea frei am Kreis und traf zum 4:6 aus THC-Sicht. Grund genug für HSG-Trainer André Fuhr, die erste Auszeit zu nehmen. Nach dieser schien es bei den Lipperländern wieder besser zu laufen und Silje Brons Petersen schaffte in der 16.Minute den Ausgleich.

Von da an gab es einen offenen Schlagabtausch zwischen beiden Teams - keines schaffte es zunächst, sich um mehr als ein Tor abzusetzen. Beim 9:9 legte dann erstmals Herbert Müller die grüne Karte. Seine Ansprache zeigte jedoch keine große Wirkung. Zwar klappte es im Angriff nun besser, aber die Abwehr des THC stand nach wie vor nicht wie gewohnt, so dass die Gäste immer wieder den Ausgleich erzielen konnten. Die Torhüterinnen nahmen sich auf beiden Seiten nicht viel und glänzten immer wieder mit tollen Paraden. Nach einem gehaltenen Strafwurf durch Dinah Eckerle, setzten sich die Müllerdamen in Unterzahl, durch einen Tempogegenstoß von Manon Houette erstmals mit 15:12 ab. Nun stand auch die THC-Abwehr wie gewohnt und Macarena Aguilar gelang ein Steal, den sie im Tempogegenstoß zum 16:13 Halbzeitstand verwandelte.

Die Thüringerinnen begannen die zweiten 30 Minuten mit einer offensiven Abwehr. Im Angriff baute Müller nun auf den siebten Mann, was auch Wirkung zeigte. Zwar konnte sich sein Team nicht absetzen, aber es bewahrte so den Drei-Tore-Vorsprung sicher. Auch im Tor parierte Dinah Eckerle weiter stark und hielt in der 41. Minute den zweiten Strafwurf. Doch nach der zweiten Zeitstrafe gegen Maria Kiedrowski konnte die HSG durch einen Treffer ins leere THC-Tor mit dem 19:19 wieder ausgleichen - und legte durch Alicia Stolle sogar den Führungstreffer nach.

Von nun an ging es wieder Schlag auf Schlag und keines der beiden Teams konnte sich absetzen: Erst beim 27:25 durch Beate Scheffknecht führte mit dem Thüringer HC wieder ein Team mit zwei Toren. Alicia Stolle brachte die Gastgeberinnen wieder auf ein Tor heran, doch mit einer zusätzlichen Feldspielerinnen schuf der Thüringre HC den nötigen Druck in der Offensive und stellte mit einer Dreier-Serie zum 30:26 die vorentscheidende Weiche. Larissa Petersen verkürzte ein letztes Mal - doch mit dem 31:27 brachte der Thüringer HC zwei wichtige Auswärtspunkte nach Hause.

Andre Fuhr (HSG):
Ich gratuliere zum verdienten Sieg. Wir wussten, dass Thüringen ein bisschen angeschlagen ist. Es haben einige Spielerinnen gefehlt, verletzt oder nicht mehr im Team. Wir wussten, dass Thüringen bis zum heutigen Tag fast doppelt soviele Spiele bestritten hat als wir. Wir haben gehofft, dass wir sie über Geschwindigkeit, über Tempo und vielleicht ein bisschen mehr Kraft zum Ende hinaus schlagen oder ärgern können. (Schlagen können war nur ein Witz.) Es wäre aber heute möglich gewesen. Da müssen auch Kleinigkeiten passen und richtig gemacht werden. Die Großchancen müssen rein. Die Überzahlsituationen müssen genutzt werden. Das ist uns am Ende nicht mehr gelungen. Wir haben dann den Anschluss verloren und am Ende mit zwei Toren zu hoch verloren. Das ärgert mich auch ein bisschen. Aber die Qualität, die Routine und das Durchsetzungsvermögen sprechen für Thüringen. Wir müssen uns da nicht schämen.

Herbert Müller (THC):
Ich bin einfach überglücklich, dass wir es geschafft haben, bei dem schweren Auswärtspiel, beide Punkte zu behalten. Wir hatten in beiden Halbzeiten den längeren Atem. Wir haben es kurz vor der Halbzeit geschafft auf drei Tore wegzuziehen. Nachdem Blomberg dann richtig gewaltig in der zweiten Halbzeit nochmal gekommen ist und das Ergebnis fast gedreht hat und mit einem Tor geführt hat, hatten wir hinten heraus nochmal den längeren Atem. Trotz des kleinen Kaders hat die Mannschaft das kämpferisch super gelöst und wir haben zwei ganz wichtige Auswärtspunkte mit ach Hause genommen, die Sicherheit gegeben haben. Nachdem Beate Scheffknecht dann aus dem Rückraum getroffen hat, haben wir auch die freien Räume über Meike Schmelzer am Kreis gehabt. Das haben wir konsequent genutzt. Dinah Eckerle gehört zu den absoluten Toptorhüterinnen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa. Auf unser Eigengewächs mit 21 Jahren können wir mehr als stolz sein.

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Frauen · 1. Bundesliga · Saison 2016/2017
20. Spieltag · 08.04.2017 · 16:30 Uhr
HSG Blomberg-Lippe27:31
Thüringer HC
Sporthalle am Schulzentrum Blomberg · Zuschauer : 842
Live als Internet-Stream auf Sportdeutschland.tv

Torschützen: Stolle (6), Pichlmeier (5/1), Klaunig (3), Großheim (3), Gera (3), Brøns Petersen (3/1), Mitrovic (2), Petersen (1), Huber (1),
Siebenmeter:2 / 4
Zeitstrafen:2
Rot:
Torschützen: Houette (6/1), Engel (4/3), Aguilar Diaz (4), Scheffknecht (4), Schmelzer (4), Pintea (4), Jakubisová (3), Wohlbold (2),
Siebenmeter:4/5
Zeitstrafen:7
Rot:

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