19.05.2017 09:50 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Thüringer HC ohne Wohlbold gegen den Meister

Kerstin WohlboldKerstin Wohlbold
Quelle: Mario Gentzel
Am Samstag erwartet der Thüringer HC in der Salzahalle um 18 Uhr den neuen Deutschen Meister zum letzten Heimspiel der Saison, zunächst zu einem ganz "normalen" Bundesliga-Spiel. Nicht mit dabei ist Kerstin Wohlbold, die immer noch krank ist.

Bietigheim ist die Übermannschaft der Saison und ist mit 25 Siegen ohne Verlustpunkt zu Recht am Mittwoch vor heimischer Kulisse nach dem Nachholspiel gegen den Buxtehuder SV mit dem Meisterpokal und den Goldmedaillen geehrt worden. Im letzten Heimspiel geht es deshalb "nur" noch um Sieg ohne Niederlage, die Titelfrage ist längst geklärt.

Wer den THC über die letzten Jahre kennt und gerade erlebt, wie diese personell so arg dezimierte Mannschaft sich präsentiert, weiß: der THC schenkt niemals etwas freiwillig her. Auch am Samstag wird es ein Kampfspiel geben, um dem Champion so lange wie möglich Paroli zu bieten, und hinterher wollen die Fans es gemeinsam mit der Mannschaft noch einmal richtig krachen lassen. Schließlich will man diese, über die Vizemeisterschaft mit nur sechs Minuspunkten hinaus, den Supercup-Gewinn, dem Erreichen der Champions League Hauptrunde und dem Einzug ins Final4 des DHB-Pokals so überaus erfolgreiche Saison gemeinsam mit der Mannschaft gebührend in der Halle feiern.

Dazu gibt es zwei weitere Höhepunkte: die 5 Spielerinnen, die den THC am Ende der Saison verlassen, werden gebührend verabschiedet - Iveta Luzumova (nach 4 erfolgreichen Jahren), Crina Pintea (nach zwei Jahren) und Manon Houette, Szimonetta Planeta und Maria Kiedrowski, die nur in dieser Saison im THC-Kader spielten. Und dann wird das Geheimnis gelüftet, wer als sechste neue Spielerinn den Kader für die Saison 2016/17 ergänzt. Herbert Müller hat einen "Kracher" versprochen.

"Es gibt zu den letzten Spielen keine großen Veränderungen. Kerstin Wohlbold ist noch erkrankt, wird am Samstag nicht spielen. Zu den übrigen 8 Spielerinnen kommen noch als Torfrau Ela Szott und fürs Feld Julia Redder und Franziska Fuhrmann mit auf die Bank. Dort konnte ich mich zuletzt wahrlich nicht über Gedränge beschweren", so Herbert Müller zur personellen Situation.

Dennoch geht der THC-Coach positiv in die Partie: "Ansonsten freue ich mich gerade sehr über das Wie, die Art und Weise, wie die Mannschaft geschlossen, wie aus einem Guss mit Spaß am Handball auftritt. Wenn, dann in so einer Ausnahmesituation auch mal ein Ball und so ein Punkt verlorengeht, wie in Dortmund, ist das kein Weltuntergang. Es ist einfach beeindruckend, wie die Mannschaft sich gerade in den letzten Spielen entwickelt hat, noch enger zusammengerückt ist. Je größer die Probleme wurden, umso mehr ist die Mannschaft erstarkt und auch menschlich zusammengerückt. Ich habe daran gerade eine überaus große Freude und bin dabei voller Vorfreude auf das, was da in der neuen Saison auf uns zukommt."

Die Aufgabe gegen Bietigheim wird jedoch alles andere als leicht. "Wir haben gemeinsam sehr viel Spaß, gratulieren Bietigheim ohne Neid zum Titel. Mit ist völlig klar, dass Bietigheim unglaublich stark aufgestellt ist, manche Position dreifach besetzt hat und dass die uns auch aus der Halle schießen können. Um das zu verhindern, werden meine Mädels im letzten Spiel der Saison noch einmal alles geben. Dabei wollen wir nur auf uns schauen und noch einmal das Beste geben. Danach wollen wir diese erfolgreiche Saison noch schön gemeinsam ausklingen lassen, unsere Spielerinnen gebührend verabschieden, die uns verlassen wollen, und überraschen lassen, was da noch so kommt", erklärt Müller.


Frauen · 1. Bundesliga · Saison 2016/2017
26. Spieltag · 20.05.2017 · 18:00 Uhr
Thüringer HC22:33
SG BBM Bietigheim
Salza-Halle, Bad Langensalza · Zuschauer : 1100
Torschützen: -
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: -
Rot: -
Torschützen: -
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: -
Rot: -

Meistgelesen:



Aktuelle Topnews: