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21.05.2017 10:16 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Bietigheim gewinnt Prestige-Duell gegen entthronten Meister und verteidigt weiße Weste

Martin AlbertsenMartin Albertsen
Quelle: groundshots.de
Im Prestige-Duell des neuen gegen den entthronten Meister hat die SG BBM Bietigheim einen klaren Erfolg eingefahren. Der neue Titelträger gewann am Samstag beim ersatzgeschwächten Thüringer HC mit 33:22 (19:12). Beste THC-Werferin war Katrin Engel mit fünf Treffern, davon drei Siebenmeter. Bei den Gästen trafen Nationalspielerin Kim Naidzinavicius (5/5), Mille Hundahl und Susann Müller (jeweils 5) am besten. Bietigheim krönte damit die Saison, die weiße Weste in der Meisterschaft blieb auch am letzten Spieltag unbefleckt: 52:0 Punkte stehen am Ende zu Buche.

Bietigheim musste im Duell des neuen Meisters gegen seinen Vorgänger auf Maura Visser verzichten, die noch immer an der Verletzung aus dem zweiten Europapokal-Finale gegen Rostov laboriert. Ernster war die personelle Lage aber erneut bei den Gastgeberinnen, die bereits in den vergangenen Wochen auf zahlreiche Akteurinnen verzichten mussten. IN der Anfangsphase war davon aber wenig zu sehen, die Angriffsreihen dominierten die Partie und nach drei Minuten hatten die Zuschauer bereits sechs Treffer gesehen - gleichmäßig verteilt zu einem 3:3.

In der ersten Überzahl gelang Macarena Aguilar, die erneut aufgrund der personellen Probleme mit der gelernten Kreisläuferin Meike Schmelzer im Rückraum auflief, mit einem Schlagwurf noch einmal der Ausgleich, doch die Gäste bekamen das Heft zusehends in die Hand. Die Bietigheimerinnen bestraften Fehler des THC umgehend, beim 9:6 hatten sie sich in der elften Minute ein kleines Polster erspielt. Der THC versuchte dagegen zu halten, konnte sich auf Dinah Eckerle verlassen und bejubelte Treffer von Crina Pintea, die den Verein zum Saisonende verlassen wird.

Auf der Anzeigetafel aber vergrößerte sich der Abstand, Bietigheim stand nun gut in der Deckung und profitierte zudem von einigen vergebenen Chancen der Gastgeberinnen - gleich mehrfach war Tess Wester im Tor des Meisters glänzend zur Stelle. 15:9 hieß es nach zwanzig Minuten und mit dem Abstand von sieben Toren sollte es beim 19:12 auch in die Kabinen gehen. In die Pause nahmen die Fans des THC unterdessen auch etwas Positives, die 18-jährige Julia Redder hatte nach ihrer Einwechslung selbstbewusst aufgetrumpft und konnte nach einem Sprungwurf ihren ersten Bundesligatreffer bejubeln.

Hoffnung auf eine Aufholjagd sollte zu Beginn des zweiten Abschnitts aber nicht aufkommen, trotz zwei Paraden von Dinah Eckerle wuchs der Abstand weiter an, beim 22:12 durch einen sehenswerten Dreher von Angela Malestein lag die Differenz erstmalig im zweistelligen Bereich. Der THC beendete seine Durststrecke zwar nach knapp zehn Minuten des zweiten Abschnitts, doch Bietigheim behielt das Heft weiter fest in der Hand - auch dank einiger einfacher Treffer im Gegenstoß wie dem 30:17 von Antje Lauenroth. Für den THC ging es um Schadensbegrenzung, Bietigheim blieb aber konzentriert und feierte am Ende ein verdientes 33:22.

"Wir haben versucht zu kämpfen, aber es ist beim Versuch geblieben", bilanzierte THC-Coach Herbert Müller und fügte an: "Wir hatten eine Unmenge an Chancen, die wir nicht nutzen konnten und haben nach Ballverlusten schnelle Konter einstecken müssen. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Wir gratulieren Bietigheim zur Meisterschaft und auch zum heutigen Spiel." Bietigheims Coach Martin Albertsen strahlte: "Hier war einfach ein tolles Publikum und eine super Stimmung heute. Wir haben eines unser besten Spiele gemacht und klar gewonnen, aber auch gesehen, dass der THC mit dem kleinen Kader bis zum Schluss gekämpft hat. Ich freue mich auf ein Wiedersehen nächste Woche in Bietigheim zum Pokal."

"Wir gewinnen diese Meisterschaft mit 52:0 Punkten, das muss man sich bei dieser Leistungsdichte in der Spitze dieser deutschen Liga auf der Zunge zergehen lassen. Diese Mannschaft hat Geschichte für die Ewigkeit geschrieben", war Bietigheims Sportdirektor Gerit Winnen überglücklich. Martin Albertsen schloss sich an: "Hut ab vor meiner Mannschaft für diese Leistung. 52:0 Punkte - das steht noch in vielen Jahren in der Liste. Alle meine Spielerinnen wollten das Zu-Null bei den Punkten halten, und das haben sie taff gemacht!"

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Frauen · 1. Bundesliga · Saison 2016/2017
26. Spieltag · 20.05.2017 · 18:00 Uhr
Thüringer HC22:33
SG BBM Bietigheim
Salza-Halle, Bad Langensalza · Zuschauer : 1100
Torschützen: Engel(5/3), Pintea(4), Houette(4), Jakubisová(3), Schmelzer(2), Aguilar Diaz(2), Redder(1), Kiedrowski(1),
Siebenmeter: 3 / 5
Zeitstrafen: 1
Rot:
Torschützen: Hundahl(5), Müller(5), Naidzinavicius(5/5), Biltoft(4), Malestein(4), Lauenroth(4), Müller(3), Schulze(2), Woller(1),
Siebenmeter: 5 / 5
Zeitstrafen: 2
Rot:

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