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06.08.2017 21:30 Uhr - 1. Bundesliga - Timo Hölscher

Wittlicher Handball-Cup: Bietigheim verteidigt Titel

Neuzugang Christina Haurum und Buxtehude lieferten Bietigheim im Finale einen intensiven FightNeuzugang Christina Haurum und Buxtehude lieferten Bietigheim im Finale einen intensiven Fight
Quelle: René Weiss
Die SG BBM Bietigheim hat bei seiner zweiten Teilnahme zum zweiten Mal den Wittlicher Handball-Cup gewonnen. Nach 2016 setzte sich der deutsche Meister auch in diesem Jahr durch. Im Finale besiegten die Süddeutschen den Überraschungsfinalisten Buxtehuder SV mit 30:26 (13:14), der sich zuvor im Halbfinale gegen den französischen Meister Metz durchgesetzt hatte. Metz wurde Dritter vor der TuS Metzingen, Bayer Leverkusen und Pogon Stettin.
Das Turnier fand bereits zum 18. Mal in Wittlich statt. Wegen eines Wasserschadens hatte es diesmal am Freitag allerdings kurz vor einer Absage gestanden.

Halbfinalspiele:

TuS Metzingen - SG BBM Bietigheim 27 : 31 (12:18)


Im ersten rein schwäbischen Halbfinale sahen die Zuschauer im Eventum ein sehr temporeiches und teilweise auch hochklassiges Spiel. 58 Tore in 50 Minuten sind ein eindeutiger Beleg dafür. Metzingen begann mit Geburtstagskind Marija Obradovic im linken Rückraum, bei Bietigheim war im Vergleich zum Samstag Nina Müller wieder dabei. Die Führung wechselte zunächst mehrmals, ehe sich der deutsche Meister über 5:7, 8:12 und 10:16 absetzte.

Nina Müller und Kim Naidzinavicius trafen in dieser Partie je fünfmal für Bietigheim, Katharina Beddies und Julia Behnke ebenso oft für Metzingen. Das Spiel mit der Kreisläuferin klappte insgesamt gut bei der SG. Gegen Ende der ersten Halbzeit leisteten sich die "TusSies" reihenweise Abspielfehler. Nach der Pause wurde es wieder spannender, da Metzingen nun eine bessere Chancenverwertung hatte und kurz vor Schluss zumindest noch auf 26:28 verkürzte.

Metz Handball - Buxtehuder SV 26 : 27 (12:11)

Buxtehude legte los wie die Feuerwehr und ging mit 1:6 in Führung. Metz war anfangs noch nicht richtig wach. Stark erneut beim BSV: Torhüterin Antje Peveling. Doch mit der Einwechslung der slowenischen Nationalspielerin Ana Gros steigerte sich der französische Champion, der in der 20. Minute zum 8:8 ausglich. Die Partie blieb nun sehr spannend. Buxtehude führte beim 22:23, 23:24, 24:25 und 25:26, doch Metz, für das Gros und Grace Zaadi siebenmal trafen in diesem Spiel, egalisierte stets. Fünf Sekunden vor Schluss gelang Laurisa Landre das Tor zum 26:26, doch Jessica Oldenburg traf mit dem Schlusspfiff zum 26:27. Linksaußen Michelle Goos (5 Tore) war beste BSV-Werferin in diesem Spiel.

Spiel um Platz 5: SPR Pogon Stettin - Bayer Leverkusen 27 : 34 (11:24)

Keine Probleme im Spiel um den fünften Platz hatte Bayer Leverkusen gegen Pogon Stettin. Über 6:3 und 18:6 setzte sich die Mannschaft von Trainerin Renate Wolf immer weiter ab, das in Jennifer Rode mit 12 Toren seine beste Werferin hatte in dieser Partie. Jenny Karolius traf achtmal. Für Stettin war Oktawia Plominska am erfolgreichsten mit sieben Treffern. Insgesamt funktionierte das Zusammenspiel gut bei Leverkusen, das zudem auch immer wieder nach Gegenstößen traf. Erst gegen Ende schlichen sich einige Ballverluste ins Bayer-Team ein.

Spiel um Platz 3: TuS Metzingen - Metz Handball 19 : 27 (8:13)

Nach ausgeglichener Anfangsphase wurde Laura Glauser im Tor von Metz immer stärker. So stand es 6:9 und später 7:13. Nach dem Seitenwechsel starteten die TusSies furios mit vier Toren in Folge. Beim 15:15 war wieder alles drin, doch nun schwanden zunehmend die Kräfte der Süddeutschen. Eine schwache Chancenverwertung von Metzingen in der Schlussphase führte letztlich zur klaren Niederlage. Beste Werferinnen: Kelly Vollebregt und Beddies (je 3) für Metzingen, Laurisa Landre (6) für Metz.

Finale: SG BBM Bietigheim - Buxtehuder SV 30 : 26 (13:14)

Während Buxtehude im Finale auf die angeschlagene Spielmacherin Lisa Prior verzichten musste, setzten bei Bietigheim mit den Zwillingen Fie und Cecilie Woller sowie Charris Rozemalen gleich drei Spielerinnen wegen Blessuren aus. Der deutsche Meister führte 3:1, doch Buxtehude glich zum 6:6 aus. Anschließend erwischte die SG eine Phase, in der sie müde wirkte und sich mit "Nebenkriegsschauplätzen" beschäftigte. So mussten zwei Bietigheimerinnen wegen Meckerns mit Zeitstrafen auf die Bank. Buxtehude nutze die Gunst der Stunde und lag beim 7:10 vorn. Sehr stark in dieser Phase beim BSV war Lone Fischer, die insgesamt neunmal im Finale traf.

Gegen Ende der ersten Halbzeit besann sich die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen wieder auf ihre Stärken und verkürzte. Nach dem Wechsel war es nun Buxtehude, das zunehmend müder wirkte. Bietigheim setzte einen Tempogegenstoß nach dem anderen und zog auf 19:15, 24:18 und sogar 29:20 davon. Antje Lauenroth und Martine Smeets waren nun nicht mehr zu halten - die beiden flinken Akteurinnen erzielten je sieben Tore. Erst in der Schlussphase gelang dem Team von Trainer Dirk Leun Ergebniskosmetik.

Freundschaftsspiel: HSG Wittlich - TV Bassenheim 33:32

Auszeichnungen:

Beste Spielerin: Kim Naidzinavicius (Bietigheim)
Beste Torschützin: Jennifer Rode (Leverkusen; 26 Tore)
Bester Torwart: Antje Peveling (Buxtehude)
Publikumsliebling: Emily Bölk (Buxtehude)

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