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11.09.2017 16:21 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Knappe Niedlerage für die Hornets: "Unsere Leistung war nicht gut genug, um zu gewinnen"

Pascal MorgantPascal Morgant
Quelle: groundshots.de
Hauchdünn haben die Bundesliga-Handballerinnen der Schwaben Hornets Ostfildern im ersten Saisonheimspiel den ersten Sieg verpasst. Gegen Borussia Dortmund musste sich die Mannschaft von Hornets-Coach Pascal Morgant mit 27:28 (11:12) geschlagen geben.

"Wir haben uns viel vorgenommen, denn wir haben eine gute Vorbereitung gehabt. Wir wussten, dass Nellingen viele Verletzte hat, es aber dennoch kein einfaches Spiel wird. Es war das erste Saisonspiel, wir waren nervös und haben viele Fehler gemacht. Nellingen hat seine Chance gesehen, gegen und zu gewinnen und hat seine Angriffe lange ausgespielt. Die Nellinger Schwächephase haben wir dann gut ausgenutzt und sind in Führung gegangen. In der Schlussphase, als wir mit fünf Toren vorne waren, haben wir Ballverluste gehabt und zu schnell abgeschlossen, deshalb ist Nellingen nochmals herangekommen. Dennoch waren bei uns schon gute Ansätze zu sehen", analysiert BVB-Trainerin Ildiko Barna die 60 Minuten.

"Unsere Leistung war nicht gut genug, um zu gewinnen. Wir sind schon enttäuscht, denn nach dem Spielverlauf hätten wir Punkte holen können. Wenn wir in der zweiten Hälfte etwas cleverer sind, hätten wir sogar gewinnen müssen. Wir haben eine neue Mannschaft mit neuer Spielanlage und wollen in jedem Heimspiel, egal wieder Gegner heißt, alles geben, das muss unser Anspruch sein. Meinen Mädels muss ich ein Kompliment machen, wie sie die vergangenen beiden Wochen weggesteckt haben, denn es war kein taktisches Geplänkel mit den Verletzten, da wir auf dem Zahnfleisch daherkommen. Wir haben vor zwei Tagen erstmals richtig trainiert und eine erste Sechs stellen können. Was wir heute an Auslösehandlungen, Kampfgeist und Einsatz aufs Feld gezaubert haben, war hervorragend", trauert Morgant der verpassten Chance auf die ersten Zähler nach, sah aber auch viel Positives.

"Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten gewinnen. Viele hatten uns aufgrund unserer Personalsituation nicht auf dem Schirm, dennoch war es am Ende ganz knapp. Wir hatten fünf bis zehn kopflose Minuten, in denen wir die Bälle leichtfertig weggeworfen haben, aber wir haben uns wieder herangekämpft und am Ende hat einfach die Zeit nicht mehr gereicht. Wir bauen auf dem auf, was wir uns in der letzten Saison erarbeitet haben, machen sicherlich keinen Rückschritt und wollen nicht wieder mit 0:22 Punkten starten", ergänzt Torhüterin Anne Bocka. "Vor meinem ersten Erstligaspiel und meiner Heimpremiere für die Hornets war ich sowohl vor dem Spiel, als auch die gesamte Woche nervös. Nach dem Anpfiff habe ich die Nervosität aber sofort abgelegt, denn das ist im Spiel einfacher. So groß ist der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Liga nicht, jetzt sind es eben Nationalspielerinnen, auf die man trifft, die sind einfach cleverer und aggressiver. In beiden Hälften hatten wir einen Bruch, der uns Tore gekostet hat, aber wir haben gekämpft und sind wieder herangekommen. In der Schlussphase hat uns dann etwas die Kraft gefehlt", äußert sich die neue Kreisläuferin Vivien Jäger.

Die Filder-Handballerinnen begannen furios und zwangen Barna bereits nach sieben Minuten zur ersten Auszeit (3:1). Danach fand der BVB etwas besser in die Partie, dennoch blieben die Hornets bis zum 8:6 durchweg vorne (21.). In der anschließenden Schwächephase starteten die Westfalinnen einen 5:0-Lauf, dennoch schafften die Gastgeberinnen bis zum 11:12-Halbzeitstand wieder den Anschluss.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich die Morgant-Truppe weiter heran und Neuzugang Szimonetta Gera traf zum 15:15-Ausgleich (36.). Anschließend legte der BVB bis zum 17:18 jeweils vor, ehe die Hausherrinnen erstmals seit dem 8:6 in Front lagen und dies bis zum 21:20 (44.) auch blieben. Aber wie schon vor dem Seitenwechsel geriet auch danach Sand ins Angriffsgetriebe des Filder-Express und Dortmund setzte sich wieder auf 21:24 ab (50.). Diesen Vorsprung konnten sie zwischenzeitlich sogar auf vier Treffer vergrößern, aber die Hornets gaben nicht auf und kämpften sich nochmals auf 26:27 heran. Eine halbe Minute vor Schluss fiel die Entscheidung, als Nationalspielerin Svenja Huber zum 26:28 für den BVB traf. Der 27:28-Endstand durch Roxana-Alina Ioneac war nur noch Ergebniskosmetik.

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Frauen · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
1. Spieltag · 09.09.2017 · 19:00 Uhr
TV Nellingen27:28
Borussia Dortmund
Sporthalle 1 Ostfildern · Zuschauer : 650
Torschützen: Blanke(7), Wolf(7/3), Gera(5/1), Ioneac Joldes(4), Schoeneberg(2), Ahlin(1), Stuttfeld(1),
Siebenmeter: 4 / 5
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Nadgornaja Mansson(7), Huber(6/3), Grijseels(4/1), Espinola Perez(3), Stockschläder(3), van Kreij(2), Vaszari(2), Müller(1),
Siebenmeter: 4 / 5
Zeitstrafen: 3
Rot:

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