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16.10.2017 16:08 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Göppingen und Oldenburg klettern ins Mittelfeld, HBF-Siege im EHF-Pokal

Michaela HrbkovaMichaela Hrbkova
Quelle: groundshots.de
Der vierte Spieltag in der Handball Bundesliga Frauen ist absolviert, aufgrund der Verpflichtungen deutscher Clubs in der EHF Champions League und im EHF-Pokal hielt das Wochenende in der Liga gerade einmal drei Partien bereit. An der Spitze gab es keine Veränderung, weiterhin führt ein Quartett verlustpunktfrei das Ranking an, im Tabellenkeller konnte aber Frisch Auf Göppingen die ersten Pluspunkte einfahren und aufgrund der guten Tordifferenz auf Platz 9 klettern.

In der EHF Champions League muss die SG BBM Bietigheim weiter auf den ersten Sieg warten, ihre Heimspielpremiere unterlagen die Enztälerinnen am Ende dem französischen Meister HB Metz mit 26:30. "Metz ist eine Weltklasse-Mannschaft mit einer guten Strategie. Heute haben wir aber eher gegen uns selbst gespielt und Metz hat unsere einfachen Fehler eiskalt bestraft", so BBM-Trainer Martin Albertsen nach der Niederlage gegen den Spitzenreiter der Gruppe D, wo man schlecht aus den Startlöchern kam und zwischenzeitlich schon mit 8:15 (24.) im Hintertreffen war. In der Bundesliga läuft es dagegen optimal, unter der Woche kam die SG zu einem klaren 34:21 beim noch punktlosen Ligakonkurrenten Neckarsulm.

Auch der Thüringer HC kassierte diesmal eine Niederlage auf dem internationalen Parkett, vor heimischer Kulisse unterlag man Vorjahresfinalist Vardar Skopje mit 21:29. "Wir sind heute hier hoch motiviert gestartet, aber wir sind leider an uns selber gescheitert durch die Chancen, die wir liegen gelassen haben", ärgerte sich THC-Coach Herbert Müller und betonte: "Wir wollten die zweite Halbzeit ausgeglichener gestalten, auch das ist uns leider nicht gelungen, weil Andrea Lekic das Spiel von Vardar so hervorragend geleitet hat." In der Liga bleibt der THC weiterhin ungeschlagen, mit dem 30:16 in Blomberg gelang der vierte Saisonsieg.

Auch international mussten die Lipperinnen eine Niederlage einstecken, im EHF-Pokal unterlag man der TuS Metzingen mit 24:32. "Leider haben wir uns durch zu viele technische Fehler um ein besseres Ergebnis gebracht. Die kämpferische Einstellung hat heute sicherlich gepasst. Das zeigt die ausgeglichene zweite Halbzeit", so Blombergs Geschäftsführer Torben Kietsch. "Die Abwehr ist super gut gestanden, meine Spielerinnen haben sich genau an den Plan gehalten, den wir ausgearbeitet haben", so Metzingen-Coach Rene Hamann-Boeriths, dessen Team in der Liga unter der Woche die HSG Bad Wildungen Vipers mit 29:22 in die Schranken wies.

Zum noch verlustpunktfreien Quartett gehört auch der Buxtehuder SV, in der Liga feierte der Pokalsieger ein 27:20 bei Bayer Leverkusen. Getrübt wurde die Freude allerdings durch die schwere Knieverletzung von Linkshänderin Yara Nijboer. International konnte der BSV den Ausfall der Niederländerin jedoch kompensieren, gegen den ungarischen Vertreter Vac feierte man im Heimspiel einen 33:26-Erfolg und hat so gute Chancen auf den Einzug in die nächste Runde. "Wir wissen wie sehr schwer nächste Woche wird. Uns erwartet eine Mannschaft, die alles versuchen wird den Rückstand zu drehen. Wir müssen da aufpassen. wir haben schonmal mit 11 Treffern in Ungarn verloren. Heute haben wir 40 Min zwei Teams gesehen, die auf Augenhöhe waren. Unsere Chancen liegen immer noch bei 50:50", mahnte Trainer Dirk Leun.

Zwei Siege in einer Woche konnte auch Borussia Dortmund feiern. Am Mittwoch holten die Westfälinnen ihr Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach nach, mit einem 4:0-Schlusssprint konnte der BVB sich am Ende mit 21:20 durchsetzen. "Natürlich war der Sieg ein wenig glücklich. Aber wir sind froh, die zwei Punkte zu haben", so Dortmunds Trainerin Ildiko Barna, die sich am Wochenende dann noch über einen 32:27-Heimsieg über den HC Rödertal freuen konnte. "Es war ein gutes Spiel, in dem die Mädels bis zum Ende gut mitgehalten und sich nie aufgegeben haben. Das Positions-Angriffs-Spiel war heute ebenfalls sehr gut und im Gegenstoß-Spiel haben wir uns auch verbessert. So langsam gewöhnen wir uns an das Niveau der 1. Bundesliga", freute sich HCR-Trainer Karsten Knöfler trotz der Niederlage.

Für Bensheim/Auerbach setzte es am Wochenende eine weitere Niederlage, Frisch Auf Göppingen konnte sich mit einem 27:19-Heimsieg auf Platz 9 verbessern. "Man kann nicht erwarten, dass wir gleich von Anfang an führen gegen einen Gegner, der zuvor gute Ergebnisse erzielt hat. Aber in der zweiten Hälfte hat unsere Abwehr besser gegriffen, das war der Schlüssel zum Erfolg", so Göppingens Kapitänin Karin Weigelt, während Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm bilanzierte: "Wir hätten zur Halbzeit höher führen müssen und haben dann innerhalb von acht Minuten das Spiel verloren. Danach haben wir uns zum ersten Mal in dieser Saison aufgegeben."

Mit einem 32:30-Heimsieg über den vorher punktgleichen TV Nellingen konnte der VfL Oldenburg sein Punktekonto ausgleichen und damit zu Bayer Leverkusen und der HSG Bad Wildungen Vipers aufschließen. "Mit den ersten vierzig Minuten können wir zufrieden sein, aber danach haben wir nicht mehr das umgesetzt was wir besprochen haben und haben den Kampf nicht angenommen. Wir haben viel zu oft freistehend verworfen. Wenn wir die reingemacht hätten wären wir gar nicht erst in die Situation gekommen, dass Nellingen wieder rankommt", so Oldenburgs Coach Niels Bötel mit Blick auf den 23:15-Zwischenstand nach 39 Minuten und Hornets-Trainer Pascal Morgant erklärt: "Allein in den letzten Minuten haben wir fünf hundertprozentige Chancen vergeben. Da ist die Enttäuschung natürlich riesengroß darüber, dass wir so viele klare Chancen liegen gelassen haben. Sonst wäre mehr drin gewesen, auch wenn der Sieg für den VfL verdient ist."

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