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27.11.2017 16:02 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Buchholz-Rosengarten und Kurpfalz Bären bauen Spitzenposition aus

Katrin SchneiderKatrin Schneider
Quelle: TSG
Die Spitzenteams in der 2. Bundesliga haben sich schadlos gehalten, hatten aber durchaus ihre Mühe, um am Ende doppelt zu punkten. Gepatzt hat hingegen Verfolger Waiblingen-Korb im Heimspiel gegen die DJK/MJC Trier. Der Meister von 2003 konnte die Gunst der Stunde nutzen und sich auf Platz zehn vorarbeiten.

Die Rollen schienen vor Anpfiff klar verteilt: Die HL Buchholz 08-Rosengarten reiste als Tabellenführer zum Vierzehnten Zwickau. Doch die Partie mit dem Zweitligaurgestein wurde zu einer schwierigen Aufgabe, erst beim 29:30 (57.) waren die Sachsen erstmals im Hintertreffen. "Leider haben wir verloren. Diese Leistung ist das, wo wir hingehören. Wir haben einen großen Schritt nach vorn gemacht. Für mich gilt es darauf aufzubauen", so Zwickaus Trainerin Corina Cupcea.

In Schlagdistanz zu den Handball-Luchsen bleiben die Kurpfalz Bären, die bei der auf Rang 13 liegenden SG 09 Kirchhof 30:27 gewinnen konnten. Den Nordhessinnen reichten 11/4 Tore von Diana Sabljak nicht, um sich in der Tabelle zu verbessern. Bei den Bären erzielten Carmen Moser (10/4), Rebecca Engelhardt und Sophia Sommerrock (je 6) die meisten Treffer. "Unser Spitzenplatz ist eine schöne Momentaufnahme, aber für mich zählt nur, dass wir jedes Spiel konzentriert und kämpferisch angehen", so Bären-Trainerin Katrin Schneider.

Die Situation für die Kurpfalz Bären hat sich verbessert, denn Verfolger Waiblingen-Korb unterlag den Trierer Miezen mit 28:30 und hat nun vier Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. "Das ist eine Niederlage, die weh tut, weil sie selbstverschuldet ist. Der Gegner war nicht besser", ärgerte sich Tigers-Trainerin Kerstin Zimmermann, während Triers Trainer Andy Palm feststellte: "Ob der Tabellensituation war mit diesem Resultat nicht unbedingt zu rechen. Aber die Mannschaft hat am Samstag eindeutig ihren Aufwärtstrend fortgesetzt und gezeigt, dass sie im Vergleich zum Saisonstart gereift ist."

Mit Waiblingen-Korb gleichgezogen haben der SV Werder Bremen und die SG H2Ku Herrenberg, die nun nach Pluspunkten beide 11:9 Zähler haben. Bremen gelang ein 31:27-Heimsieg über den noch sieglosen HCD Gröbenzell (1:15). "Was zählt sind die zwei Punkte", so Herrenbergs Coach Ogu Nwagbara nach dem nervenaufreibenden 24:23-Heimsieg über Mainz 05/Budenheim. Dynamites-Trainer Thomas Zeitz betonte: "Die SG hat es den entscheidenden Tick besser gemacht."

Abgerutscht von vier auf sechs ist der TV Beyeröhde, der sich dem SV Union Halle-Neustadt mit 32:35 geschlagen geben musste. Beide Mannschaften haben jetzt wie Mainz 05/Budenheim zehn Pluspunkte auf dem Konto. "Auch wenn wir 32 Gegentore bekommen haben, war unsere Defensivleistung heute richtig gut. Wir haben mit dem Körper gearbeitet und im gesamten Spiel immer wieder Moral bewiesen und nie aufgegeben", so Halle-Neustadts Co-Trainerin Bianca Eckardt, während sich TVB-Coach Martin Schwarzwald ärgerte: "Wenn wir 32 Tore werfen, was für einen Sieg immer reichen sollte, brauchen wir die Fehler nicht im Angriff zu suchen. Bei 35 kassierten Treffern müssen wir uns alle, inklusive mir, Gedanken machen, was wir in der Abwehr alles falsch gemacht haben."

Ebenfalls zehn Pluspunkte haben die Füchse Berlin nach dem 24:17-Sieg über den Zwölften TG Nürtingen. "Wir haben heute wieder eindeutig im Angriff zu viel liegenlassen", so TGN-Coach Stefan Eidt, der nach der Partie betonte, "dass am Anfang Pfosten und Latte noch Torerfolge vereitelten, danach aber das Selbstvertrauen fehlte und die Wurfqualität im Abschluss, besonders bei den Freien, fehlte."

Weiter geht es in der Liga am 9. Dezember, wenn die Trierer Miezen ihr Heimspiel vom zweiten Spieltag gegen Beyeröhde nachholen sowie Zwickau sein Heimspiel gegen Gröbenzell vom zwölften und die Kurpfalz Bären gegen Herrenberg ihr Heimspiel vom 13. Spieltag austragen. Der elfte Spieltag im Unterhaus findet hingegen kompakt mit sieben Begegnungen am 16. Dezember statt, wenn bei der Frauenhandball-WM der letzte Ruhetag auf dem Programm steht.

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