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18.12.2017 09:53 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS

TusSies werden am Ende Zweiter beim Stadtwerk Cup

Isabell RochIsabell Roch
Quelle: TuS Metzingen
Auch in diesem Jahr nahm die TuS Metzingen am traditionsreichen Stadtwerk Cup in St. Gallen teil. Ohne fünf WM-Teilnehmerinnen reisten 13 Pink Ladies in die Schweiz, wo neben den etatmäßigen Bundesligaspielerinnen drei TusSies aus der zweiten Mannschaft Einsatzzeiten bekommen sollten Am Ende verlor man im Finale zwar gegen das russische Top-Team aus Lada, belegte damit aber einen hervorragenden zweiten Turnier-Platz.

Im ersten Spiel des Tages traf man am Samstag auf einen alten Bekannten. Iuventa Michalovce aus der Slowakei war der erste Gegner der TusSies. Das Team kannte die Truppe bereits aus dem letzten Jahr und dem EHF-Cup. Mit 25:20 besiegte man Michalovce souverän und startete somit perfekt in den 32. Stadtwerk-Cup. Leider verletzte sich in dieser Partie Kreisläuferin Annika Ingenpaß und musste von da an zusehen. Erste Diagnose ist ein zweifacher Bänderriss im rechten Knöchel. Damit war die Rumpftruppe der TuS Metzingen nun noch mehr gefordert und musste am Kreis umbauen, da Julia Behnke aufgrund der WM-Teilnahme nicht mit dabei war.

In der zweiten Partie traf das Team von Trainer René Hamann-Boeriths auf die Gastgeberinnen des LC Brühl. Der Schweizer Meister machte den TusSies das Leben über die gesamte Spielzeit von 30 Minuten schwer. Am Ende zeigte die Anzeigentafel ein hauchdünnes 17:16 für die Ermstälerinnen und man konnte die Punkte drei und vier einfahren.

Im ersten Zwischenrundenspiel wartete Slavia Prag. Gegen den tschechischen Vertreter gewann man mit 19:12. Nun wartete mit der Neckarsulmer Sport Union eine Mannschaft aus der Bundesliga und man wollte unbedingt mit einem Sieg wie 2016 ins Finale des Turniers einziehen. Auch diese Begegnung war ein hartes Stück Arbeit und die dezimierten TusSies legten alles in die Waagschale. Mit 21:16 konnte man auch die NSU bezwingen und zog damit verlustpunktfrei ins Endspiel des diesjährigen Stadtwerk-Cups ein.

Dort traf man auf den aktuellen Tabellenführer der russischen Liga, der unlängst das Starensemble aus Rostov am Don besiegen konnte, und im Gegensatz zu den TusSies nur auf drei WM-Fahrerinnen verzichten musste. In einer Partie auf Augenhöhe hielt die TuS Metzingen gegen den HC Lada bis zum 7:8 mit, musste aber dann dem kräftezehrenden Turnierprogramm Tribut zollen. Lada baute in der Folge durch erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstöße den Vorsprung weiter aus. Am Ende musste man sich mit noch einer vorhandenen Ersatzspielerin 12:17 geschlagenen geben. Trotzdem darf man sehr stolz auf die gezeigten Leistungen sein, denn in solch einer ungewohnten Besetzung konnte man zahlreichen guten Teams aus Europa mehr als nur Paroli bieten.

Neben dem zweiten Platz gab es zwei weitere Auszeichnungen für die TuS Metzingen. Isabell Roch wurde zur besten Torfrau des Turniers gekürt und auch in der Fair-Play-Wertung standen die Pink Ladies ganz oben.

Isabell Roch: "Ich denke wir haben uns in den vergangenen beiden Tagen sehr gut präsentiert. Der frühe Ausfall von Anni hat es uns nicht leichter gemacht. Wir hatten fortan keinen gelernten Kreisläufer mit im Team. Wir wissen woran wir arbeiten müssen und freuen uns dann wieder mit allen Spielerinnen auf die Aufgaben in der Bundesliga."

René Hamann-Boeriths: "Für uns war es ein sehr wichtiges Turnier, war wir uns nach einer längeren Spielpause in St. Gallen wieder Spielpraxis holen konnten. Leider haben wir etwas Verletzungspech gehabt. Katharina Beddies war noch im Abschlusstraining am Freitag leicht umgeknickt und auch Anni musste aufgrund ihrer Fußprobleme das Turnier frühzeitig beenden. Auch Kelly Vollebregt und Marlene Zapf sind angeschlagen und wir müssen abwarten, wie sich das in den kommenden Tagen entwickelt. Spielerisch haben wir vor allem in der Abwehr mit einer herausragenden Torfrau überzeugt. Im Angriff hatten wir ohne etatmäßige Kreisläuferin Probleme gehabt richtig Druck zu entwickeln. Auch wenn wir am Ende ohne neun Bundesligaspierinnen antreten mussten, bin ich stolz, dass wir ins Finale eingezogen sind und freue mich, dass wir uns über die beiden Tage sehr kämpferisch gezeigt haben."

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