News sendenPDF öffnen

02.11.2017 10:47 Uhr - DHB-Pokal - PM THC, red

Thüringer HC erreicht Viertelfinale mit starker Abwehrleistung

Beate ScheffknechtBeate Scheffknecht
Quelle: Mario Gentzel
In der Achtelfinalpartie des DHB-Pokals besiegte der Thüringer HC die HSG Blomberg-Lippe mit 24:16 (13:8) Mit der verletzt vom Nationalmannschaftslehrgang zurückgekehrten Saskia Lang konnte eine weitere THC-Akteurin nicht eingesetzt werden, was die Belastung für das thüringer Rest-Team noch einmal steigerte. Mit zwei stark haltenden Torhütern im Rücken, ließ die THC-Abwehr pro Halbzeit nur acht Gegentore zu. Erfolgreichste Werferinnen beider Teams waren Iveta Luzumova (7/5) und Franziska Müller (3) und Tessa van Zijl (3).

Die Mannschaft des Thüringer HC zeigte von Beginn an, wie ernst sie die Partie nahm und erkämpfte über eine aggressive Abwehr den Ball. Im Angriff lief es aber nicht rund. Es dauerte fünf Anläufe bevor Kapitänin Kerstin Wohlbold im 1-gegen-1 zum 1:0 traf (5. Minute). Zuvor wurden bereits zwei Tempogegenstöße vergeben. Blomberg tat sich ebenfalls schwer im Angriffsspiel, was vor allem an der stabilen Abwehr der Gastgeberinnen lag. Nach neun Minuten konnte die HSG über die schnelle Mitte durch Kira Schnack zum 2:2 ausgleichen. Es war eine hart umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen. Josefine Huber musste auf die Strafbank. Die Überzahl nutzte Blomberg Lippe um mit 3:2 in Führung zu gehen.

THC-Trainer Herbert Müller nahm ungewöhnlich früh seine erste Auszeit und bat seine Mädels in der 13. Minute zum Gespräch. Der Thüringer HC spielte nun mit der taktischen Variante der siebten Feldspielerin. Dies brachte mehr Platz und Erfolg im Angriffsspiel. Die Thüringerinnen konnten wieder mit 5:3 in Front gehen. Bereits nach 16 Minuten musste Josefine Huber zum zweiten Mal eine Zeitstrafe absitzen und war damit rot gefährdet. Heute funktionierte endlich einmal das Spiel über die Kreisposition - die Pässe kamen an und entweder gab es den Torerfolg oder aber es gab den Strafwurfpfiff. Die Gäste fanden in dieser Phase kein Mittel gegen die stabile Abwehr des Thüringer HC. Klappte es doch einmal, parierte Dinah Eckerle sehenswert. Nach 19 Minuten konnte Franziska Müller den 4:7-Anschlusstreffer von der Linksaußenposition erzielen.

Die Partie blieb ausgeglichen, auch weil sich die Thüringerinnen gegen die teilweise sehr offensive HSG-Abwehr schwer taten. Es fehlte die Durchschlagskraft und die Treffsicherheit, auch weil Blomberg eine sehr stabile Abwehr stellte. Die Gäste kämpften sich wieder heran und Torhüterin Anna Monz konnte mit ihrem Treffer ins leere THC-Tor ihr Team wieder auf Schlagdistanz bringen. (7:9 - 25.Min) weiter verkürzen. Beate Scheffknecht sorgte mit zwei Rückraumkrachern wieder für die Vier-Tore-Führung 11:7 und für mehr Sicherheit bei den Gastgeberinnen. Solch einfache Tore fehlten dem THC bisher. Nach 29 Minuten versenkte Alexandra Manzucco den ersten THC-Tempogegenstoß im gegnerischen Gehäuse. In die Kabinen ging es mit 13:8.

Josefine Huber eröffnete die zweite Halbzeit mit ihrem Tor von der Kreisposition. Jana Krause kam jetzt für Dinah Eckerle ins THC-Tor und konnte gleich an die gute Leistung von Dinah Eckerle anknüpfen. Beide Mannschaften leisteten sich weiterhin viele Ballverluste. Schrittfehler und Fehlpässe passierten ungewöhnlich häufig. Der THC konnte heute seine Tempogegenstöße einfach nicht im gegnerischen Tor unterbringen. In der 37. Minute scheiterte Lydia Jakubisova erneut an Anna Monz (15:10). Die zweite Halbzeit war in der Anfangsphase ähnlich torarm wie die Erste. Nach 43 Minuten erzielte Tessa von Zijl das 11:16 für die HSG.

Die Abwehrreihen dominierten weiterhin, begünstigt durch die vielen Fehler im Angriffsspiel. Der THC führte durch die individuelle Klasse der einzelnen Akteurinnen. Das 1-gegen-1 war ein effektives Mittel für den Torerfolg, so beim 18:12 durch Kerstin Wohlbold. In der 48. Minute nahm Trainer Herbert Müller seine nächste Auszeit. Kerstin Wohlbold trieb ihre Mannschaft an und suchte heute oft den eigenen Abschluss. Meist traf sie oder konnte nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden, was meist einen Siebenmeter zur Folge hatte.

Iveta Luzumova war heute von der Strafwurfmarke wieder besonders treffsicher. Beim 20:13 erzielte sie ihren vierten Strafwurftreffer im vierten Versuch (52. Minute). Trainer Herbert Müller versuchte nun noch einmal einige taktische Varianten, z.B. mit Lydia Jakubisova auf der Linksaußenposition. In der 56. Minute erhielt Josefine Huber ihre dritte Zeitstrafe und musste damit mit der roten Karte vom Feld. Am Ende siegte der Thüringer HC verdient mit 24:16, hatte dabei aber deutlich mehr Mühe, als es das Ergebnis vermuten lässt. Die Thüringerinnen ziehen damit in die nächste Runde des DHB-Pokals ein.

Stimmen zum Spiel:

Andre Fuhr (HSG Blomberg-Lippe): Ich gratuliere zum verdienten Sieg. Ich war in den letzten fünf Jahren hier vier mal zum Pokal: "Ich will nicht mehr". Meine Mannschaft hat das beste gegeben und besser als im Punktspiel agiert.

Herbert Müller(Thüringer HC): Bei unserer Spielweise heute kam bei mir keine gute Laune wie bei meinem Trainerkollegen auf. Es war schwer zu verdauen, was die Mädels geboten haben. Unsere Abwehr stand gut, aber das Angriffsverhalten war schlecht und die vielen technischen Fehler dürfen uns nicht passieren. Das muss sich dringend ändern.

Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!

Frauen · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 01.11.2017 · 19:30 Uhr
Thüringer HC24:16
HSG Blomberg-Lippe
Salza-Halle, Bad Langensalza · Zuschauer : 498
Torschützen: -
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: -
Rot: -
Torschützen: -
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: -
Rot: -

Meistgelesen:



Lesen Sie auch: