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10.10.2017 19:25 Uhr - Weltmeisterschaft - jun

"Nichts Neues" bei TV-Rechten für Frauen-WM, Michelmann aber "guter Hoffnung"

Die TV-Entscheidung ist weiterhin in der SchwebeDie TV-Entscheidung ist weiterhin in der Schwebe
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Werden die Handball-Fans in Deutschland die Spiele der Frauen-WM im eigenen Land vor dem Fernsehbildschirm verfolgen können - oder droht wie bei der Männer-WM aus Frankreich ein TV-Blackout? Diese Frage bleibt weiterhin offen. Im Streit um die Übertragung, so erklärte DHB-Präsident Andreas Michelmann am heutigen Dienstag in Magdeburg, gebe es "nichts neues".

Das Problem ist altbekannt und beschäftigt die Handball-Szene bereits seit der Männer-WM 2015 aus Katar: Rechteinhaber BeIN Sports setzt technische Anforderungen, um einen Empfang im Ausland zu verhindern.

So sollen TV-Stationen in anderen Ländern geschützt werden, die das TV-Signal beispielsweise hinter einer Bezahlschranke anbieten. Dies ist aus Sicht der deutschen Sender nicht möglich, da bei der Ausstrahlung über Satellit das TV-Signal von ARD und ZDF beispielsweise nicht verschlüsselt wird.

Die vergangenen beiden Männer-Weltmeisterschaften waren daher nicht im Free-TV zu sehen. Die Spiele der WM 2015 waren in Deutschland bei Sky im verschlüsselten Pay-TV und die von der WM in diesem Januar bei der Deutschen Kreditbank (DKB) im Internet mit einem entsprechenden Geoblocking gezeigt worden. Die Frauen-WM 2015 wurde vom Portal sportdeutschland.tv ebenfalls ins Internet gestreamt. Die kommende Europameisterschaft der Männer (12. bis 28. Januar in Kroatien) wird hingegen von ARD und ZDF übertragen.

DHB-Präsident Michelmann zeigte sich auch für die Weltmeisterschaft im eigenen Land optimistisch. "Wir sind guter Hoffnung, dass wir die Frauen-WM nicht nur organisatorisch gut hinbekommen, sondern auch Bilder im frei empfangbaren Fernsehen haben werden", so der Verbandschef. Genauere Auskünfte machte er nicht.

Frauen-Bundestrainer Michel Biegler zeigte sich gelassen. "Ich fände es natürlich toll, es wenn funktioniert, aber ich weiß, dass es nicht einfach ist", so der Coach zur Frage der Situation um die Fernsehrechte. Biegler stellte jedoch auch klar: "Ich bin Trainer, daher ist das nicht meine primäre Baustelle."

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