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06.12.2017 16:59 Uhr - Weltmeisterschaft - jun

Krimi zwischen Serbien und den Niederlanden endet unentschieden - Colic überragend

Mit ihrer Parade in der letzten Minute ermöglichte Tess Wester den AusgleichMit ihrer Parade in der letzten Minute ermöglichte Tess Wester den Ausgleich
Quelle: Michael Schmidt
Einen Tag nach dem Unentschieden gegen Deutschland hat Serbien nachgelegt. Das Team von Ljubomir Obradovic holte gegen die Niederlande ein 27:27 (15:15). Nach einem ausgegllichenen ersten Durchgang gewann Serbien nach Wiederanpfiff auch dank der starken Torhüterin Marija Colic die Oberhand und lag über weite Strecken in Front. Die Niederlande steckten jedoch nicht auf und kamen Sekunden vor Ende zum Ausgleich.

Die Niederlande und Serbien lieferten sich von Beginn an eine intensive Partie. Marina Dmitrovic brachte Serbien mit 1:0 (1.) in Front und spielte auch in den folgenden Minuten stark auf. Das 5:4 wenig später war bereits ihr vierter Treffer. Doch auch die Niederländerinnen hatten einen Topscorer in dieser Anfangsphase. Kreisläuferin Ivette Broch glich ebenfalls mit ihrem vierten Tor zum 5:5 (10.) aus.

Dass Broch und Dmitrovic zu den besten Werferinnen avancierten, war durch die unterschiedlichen Schwächen der Defensivreichen erklärbar. Die Niederlande hatten den Kreis zwar gut im Griff - Dragana Cvijic wurde nur defensiv gebracht -, blieben allerdings gegen den Rückraum und insbesondere Dmitrovic zu passiv. Serbien seinerseits arbeitete offensiv, wodurch jedoch Lücken für Broch entstanden.

Serbien hatte in dieser Phase jedoch einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite: Torhüterin Marija Colic. Die erfahrene Keeperin nahm den Niederlanden zahlreiche ab und ermöglichte es ihren Vorderleuten, sich auf zwei Tore abzusetzen. Dmitrovic traf, weiterhin unbedrängt, zum 8:6 (14.).

Kurz darauf war der Vorsprung jedoch wieder dahin, da die serbische Deckung weniger konsequent agierte. So konnte Lois Abbingh, die durch die offensive Ausrichtung zu Beginn blass geblieben war, erzielte in der 21. Minute das 11:11. Nachdem Cvijic wenig später ihre zweite Zeitstrafe kassiert hatte, netzte die freigespielte Martine Smeets zum 12:11 (22.) für die Niederlande ein. Serbien kämpfte sich jedoch zurück, sodass es nach dem achten Treffer von Dmitrovic mit 15:15 in die Kabine ging.

Die zweite Halbzeit begann torreichen mit fünf Treffern in rund zwei Minuten. Die Nase vorne hatten dabei die Niederlande, die dreimal einnetzten und mit 18:17 in Front lagen. Cvijic glich jedoch umgehend wieder aus. In den folgenden Minuten legten das Thomsen-Team wiederholt vor, doch Serbien kam immer wieder zum Ausgleich. Katarina Krpez Slezak utzte in der 40. Spielminute den Platz, der sich durch eine Zeitstrafe gegen Dulfer eröffnete und erzielte das 21:21.

Die Zeitstrafe traf die Niederlande hart, da Serbien schnell nach vorn spielte. Dmitrovic erhöhte per Siebenmeter auf 23:21 (44.), auf der anderen Seite wehrte Colic den Versuch der Niederländerinnen ab. Auch in den folgenden Minuten konnte die Torhüterin sich mehrfach auszeichnen und hielt den Zwei-Tore-Vorsprung fest.

Gut zehn Minuten vor dem Ende lag Serbien mit 24:22 in Front; Sanja Damnjanovic konnte den Vorsprung auf 25:22 (53.) erhöhen. Auch zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen brachten das Team von Ljubomir Obradovic nicht aus dem Konzept - auch, da Colic weiterhin zur Höchstform auflief. In der 58. Spielminute hatten die Niederlande die Chance auf den Ausgleich, doch die Torhüterin wehrte den Hundertprozentigen vom Kreis ab.

Obradovic wollte nun noch einmal Ruhe reinbringen, doch seine Mannschaft verlor nun kurz darauf mehrfach den Ball. Estavana Polman stieg aus dem Rückraum hoch und erzielte so das 27:26 (60.). Den letzten Angriff der Serbinnen wehrte Tess Wester ab, sodass den Niederlanden nach einer Auszeit noch 19 Sekunden blieben.

Das Thomsen-Team nahm die Torhüterin raus und schloss den Angriff Sekunden vor dem Ende erfolgreich ab. Cvijic sprintete zur Mittellinie und feuerte den Ball vor Ablauf der Zeit ins niederländische Tor, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer nicht da, da die Kreisläuferin nicht gestanden hatte. So trennten sich die beiden Mannschaften mit 27:27.

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Frauen · Weltmeisterschaft · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 06.12.2017 · 15:30 Uhr
Serbien27:27
Niederlande
Arena Leipzig · Zuschauer : 2545
Torschützen: Dmitrovic(9/4), Slezak(3), Lekic(3), Damnjanovic(3), Obradovic(3), Radojevic(2), Cvijic(2), Stoiljkovic(1), Lavko(1),
Siebenmeter: 4 / 4
Zeitstrafen: 6
Rot:
Torschützen: Abbingh(7/3), Broch(6), Polman(3), Smeets(3), van der Heijden(2), Groot(2), Snelder(2), Bont(1), Malestein(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 3
Rot:

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