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06.12.2017 20:33 Uhr - Weltmeisterschaft - jun, etb

"Ehre, gegen ein so großes Team zu spielen": Die Stimmen aus der Gruppe D

Ljubomir ObradovicLjubomir Obradovic
Quelle: Michael Schmidt
Einen 24:9-Sieg holte sich Deutschland in der zähen Partie gegen China. "Wir stehen lange in der Deckung und dann wieder lange in der Deckung. Das ist nicht einfach. Aber keiner hat sich was getan, keiner ist verletzt und wir haben die Punkte. Es sieht bei dieser Konstellation auch nicht so aus, als würde das Torverhältnis so entscheidend sein. Deshalb bin ich noch ganz entspannt", so das Fazit von Michael Biegler. Highlight des Tages war das 27:27 zwischen Serbien und den Niederlanden. Korea setzte sich mit 33:21 gegen Kamerun durch.

Während sich die deutsche Mannschaft so zwei Punkte mitnahm, müssen sich die Niederlande und Serbien mit je einem Zähler begnügen. Die beiden Teams trennten sich 27:27. "In den letzten Minuten sah es nicht so gut aus", atmete Jessy Kramer durch. "Wir haben viele guten Chancen vergeben - die Torhüterin war sehr gut."

Die gelobte Marija Colic selbst bezeichnete das Spiel als "großes Spektakel". Es sei für sein eine "Ehre, gegen ein so großes Team zu spielen", so die Torhüterin. "Normalerweise wären wir nach so einem Ergebnis sehr glücklich, aber ich würde sagen, wir sind auf einem guten Weg."

Ihr Coach betonte nicht den verlorenen Punkt nach der langen Führung, sondern sah vor allem das Positive. "Es war eine wirkliche Handball-Show, ich bin sehr glücklich, dass wir so gut gespielt haben", erklärte Ljubomir Obradovic. "Wir hatten zwei harte Spiele in zwei Tagen, wir haben zwei gute Spiele gespielt und ich bin sehr zufrieden."

Seine Kollegin Helle Thomsen präsentierte sich zurückhaltender, lobte jedoch die "Power und Energie" ihrer Mannschaft. "Das brauchen wir auch im letzten Gruppenspiel", forderte die niederländische Trainerin. Das Niveau der Partie hatte es ihr ebenfalls angetan: "Es war ein gutes Handballspiel."

Deutlicher als das europäische Duell ging es zwischen Südkorea und Kamerun zu. Die Afrikanerinnen konnten nur die ersten zehn Minuten mithalten, danach zog der Asienmeister davon. "Ich bin mit dem Spiel zufrieden, obwohl die ersten zehn Minuten nicht gut waren", bilanzierte Südkorea-Coach Jae-Won Kang.

Hyesoo Song stimmte zu: "Uns wurde gesagt, dass wir die nächste Runde erreichen können, wenn wir gewinnen. Das haben wir und nun sind wir sehr glücklich." Ein möglicher Gegner wäre Dänemark. "Ich denke noch nicht an die nächste Runde", wiegelte Kang ab. "Dänemark hat ein gutes Team, aber ich schaue jetzt erst auf unsere Gruppe."

Kamerun ist hingegen bereits ausgeschieden, das Team ist noch sieglos. "Das koreanische Team ist wesentlich erfahrener als wir - wir sind hier, um zu lernen", betonte Co-Trainer Serge Claude Magala. "Technisch und taktisch waren die Koreanerinnen deutlich besser als wir. Aber nur, wenn man mit den Besten der Welt spielt, kann man lernen." Linda Awu Bessong Epah "Wir haben eine Menge in diesem Spiel gelernt, denn es war das erste Spiel gegen eine asiatische Mannschaft für uns.



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