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06.12.2017 19:39 Uhr - Weltmeisterschaft - Christian Ciemalla

Montenegro klärt in den letzten zehn Minuten gegen Tunesien die Fronten

Mouna Chebbah und Tunesien ärgerten den Favoriten knapp fünfzig Minuten langMouna Chebbah und Tunesien ärgerten den Favoriten knapp fünfzig Minuten lang
Quelle: Michael Heuberger
"Die letzten zehn Minuten waren gut", erklärte Montenegros Trainer Per Johansson nach dem Spiel gegen Tunesien. Bis zum 21:20 hatte sein Team zuvor große Mühe der Favoritenrolle gerecht zu werden, dann aber wurde es doch ein 29:23-Erfolg. Montenegro, das nach dem überraschenden Auftakterfolg gegen Dänemark gegen Russland und sensationell auch gegen Japan verloren hatte, kann das Achtelfinale somit weiterhin aus eigener Kraft erreichen - nötig ist morgen ein Erfolg gegen Ex-Weltmeister Brasilien. Trotz einer stark verbesserten Leistung ist das verjüngte Team aus Tunesien hingegen aus dem Rennen um eines der Tickets in die nächste Runde.

Für Tunesien ging es um die letzte Chance auf das Achtelfinale, Hoffnung gab den Nordafrikanerinnen dabei der gestrige Coup der Japanerinnen, denen es gelungen war das Team aus Montenegro zu überraschen. Auch am heutigen Abend tat sich der Favorit aus Europa schwer, Tunesien legte zunächst vor und ließ sich auch von einem ersten Rückstand nach einem Doppelschlag von Jovanka Radicevic nicht beeindrucken. Mit drei Treffern in Serie erarbeitete sich der Favorit beim 6:3 eine erste deutlichere Führung, diese hielt bis zum 9:6.

Tunesien hatte durch die Verletzung von Amal Hamrouni einen ersten Rückschlag hinnehmen müssen, kämpfte sich aber dennoch wieder zurück. Die Deckung zeigte sich aggressiv und dahinter zeigte Echraf Abdallah eine Glanzleistung. Immer wieder war die Nummer 12 der Nordafrikanerinnen die Endstation für die Versuche Montenegros, auch von der Siebenmeterlinie. Während dem Favoriten sechs Minuten kein Treffer gelang, setzte Tunesien einige Schnellangriffe und hatte mit einer Fünfer-Serie das Spiel gedreht.

Montenegro sah soch mit einem 9:11 konfrontiert, bis zur Pause konnte der Favorit die Führung aber zurückerobern. Keineswegs in überzeugender Manier, über den Kampf und die individuelle Klasse wurden die Weichen zum 15:13-Pausenstand gestellt. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es aus Sicht der Europäerinnen durchwachsen, Tunesien glich zum 15:15 aus, war beim 18:18 erneut auf Augenhöhe. Montenegro zog auf 21:18 davon, doch Tunesien meldete sich in Überzahl mit einem Doppelschlag wieder zurück. Mit etwas Glück trudelte der Siebenmeter zum Anschlusstreffer über die Linie.

Montenegro hatte sich im Laufe des zweiten Abschnitts in der Deckung gesteigert, hinzu kamen die Paraden von Marina Rajcic. Dies war in der Folge der Grundstein für den Erfolg, in der Offensive wurde vor allem die individuelle Klasse ausgespielt - wie in der Einzelaktion von Katarina Bulatovic zum 22:20. Andrea Klikovac über den Kreis und der Doppelschlag von Milena Raicevic zum 25:20 stellten dann endgültig die Weichen. Auch eine Auszeit brachte Tunesien nicht mehr ins Spiel zurück, Montenegro steuerte zu einem am Ende in der Deutlichkeit über den Spielverlauf hinwegtäuschenden 29:23-Erfolg.

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Frauen · Weltmeisterschaft · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 06.12.2017 · 17:45 Uhr
Tunesien23:29
Montenegro
EWE Arena Oldenburg · Zuschauer : 1989
Torschützen: Chebbah(5/1), Kouki(5), Khouildi(4), Ben Abdallah(4), Amiche(4), Rezgui(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 4
Rot:
Torschützen: Raicevic(9/2), Bulatovic(7), Grbic(3), Radicevic(3), Pavicevic(2), Jaukovic(2), Malovic(1), Ujkic(1), Klikovac(1),
Siebenmeter: 2 / 4
Zeitstrafen: 5
Rot: Brnovic (3.)

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