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07.12.2017 19:43 Uhr - Weltmeisterschaft - Felix Buß

Schweden kratzt gegen Argentinien an Vierzig-Tore-Marke

Daniela GustinDaniela Gustin
Quelle: Marco Schultz
Schweden konnte gegen Argentinien in der Gruppe B am frühen Abend den entscheidenden Schritt ins Achtelfinale machen. Die Albicelestes würden mit einem deutlichen Sieg über Schweden und zwei Punkten am Freitag gegen Polen rechnerisch ebenfalls die Chance auf die K.O.-Runde wahren. Letzteres gelang freilich nicht. Die jung besetzten Argentinierinnen verpatzten den Start, spielten aber anschließend 20 Minuten frech mit. Filippa Idéhn dominierte vor 2.220 Fans den ersten Abschnitt mit 10/1 Paraden. Danach erliefen die Schwedinnen einen 38:24 (17:13)-Sieg. Argentiniens Mendoza verletzte sich in der ersten Hälfte an der Hand und blieb als einzige Feldspielerin ohne Torerfolg.

Daniela Gustin erzielte den ersten Treffer der Partie. Dies verdeutlichte, dass Henrik Signell das Spiel gegen Argentinien mit einer veränderten Startaufstellung anging. Leistungsträgerinnen wie Isabelle Gulldén saßen zunächst auf der Bank. Das Tor hütete Filippa Idehn, die die ersten fünf Würfe entschärfte, darunter einen Siebenmeter.

Lagerquist besorgte nach fünf Minuten mit einem Konter die 4:0-Vorlage der Tre-Kronor-Sieben. Hagman und Kapitänin Jacobsen, die beiden einzigen "Erste Reihe"-Schwedinnen auf dem Feld, erhöhten mit weiteren schnellen Treffern nach neun Minuten auf 7:1. Eduardo Peruchena hatte genug gesehen und befahl die Albicelestes zur Seitenlinie.

Argentinien legte nach der Unterbrechung den Respekt ab. Den Südamerikanerinnen gelang ein 3:0-Lauf. Die Südamerikanerinnen hielten sich in der Deckung an den Plan und legten im Angriff mehr Selbstvertrauen an den Tag. Ponce de Leon traf im Nachsetzen zum 9:6 (13.), ihr Siebenmeter-Wurf war von der Latte ins Feld zurückgeprallt.

Salvado hatte zwischenzeitlich auf 7:4 verkürzt, danach Blomstrand (11.) die schwedische Torflaute beendet. Henrik Signell hatte die Zeichen erkannt und setzte im Angriff vermehrt Routiniers ein. Dennoch rückte die Albiceleste heran. Salvado feierte ihren 10:8-Treffer (17.) begeistert selbst. Auf einmal hatte sich ein offener Schlagabtausch entwickelt.

Schweden lag nach 23 Minuten mit 13:10 vorne, weil Argentinien zu Beginn alles verworfen hatte und Filippa Idehn auf 8/1 Paraden verweisen konnte. Ihr Gegenüber Marisol Carratu verzeichnete bei einem schwedischen Gegenstoß ihren fünften Reflex. Die Südamerikanerinnen machten jedoch in dieser Phase einige technische Fehler und spielten ihre Angriffe nicht immer zu Ende, was Idehn weitere Ballberühungen ermöglichte. Fast jedes argentinische Leistungs-Wellental nutzte Schweden nach der 20. Spielminute außerdem zu einem Treffer. Ein Wechselfehler schwächte die Albiceleste zusätzlich. Nach 27 Minuten hieß es bereits 16:10. Die Schwedinnen waren zurück auf Kurs.

Dass Gavilan mit der Sirene das 17:13 erzielte, entlockte den Argentinierinnen Jubelschreie. Nach Wiederanpfiff kam die Peruchena-Sieben aber erneut nicht in Tritt. Gustins dritter Treffer bedeutete das 21:15 (35.). Schweden konnte die gegnerischen Angriffe nun oftmals unterbrechen, Idéhn trug mit weiteren fünf Paraden ihr Übriges zur argentinischen Baisse bei. Mit einer guten Chancenauswertung wäre das Spiel bereits entschieden gewesen.

Die schwedische Deckung zeigte sich im weiteren Verlauf unnötig ruppig. Kapitänin Sabina Jacobsen musste beim Stand von 24:17 nach ihrer dritten Zeitstrafe während der letzten 17 Spielminuten zusehen. Westberg, die nach 49 Minuten für das 28:18 sorgte, bildete nun gemeinsam mit Stroemberg den Mittelblock. Zuvor hatte Lagerquist dort lange Zeit mit Jacobsen solide Arbeit verrichtet. Die Partie war ob des großen Leistungsunterschieds langweilig geworden. Das Publikum unterstützte den Underdog Argentinien dennoch unbeirrt mit rhythmischem Applaus. Schweden setzte sich am Ende klar mit 38:24 durch.

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Frauen · Weltmeisterschaft · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 07.12.2017 · 18:00 Uhr
Schweden38:24
Argentinien
EgeTrans Arena · Zuschauer : 2220
Torschützen: Hagman(6/2), Gustin(4), Roberts(4), Lagerquist(3), Blomstrand(3), Toft Hansen(3), Westberg(3), Sand(3), Strömberg(2), Gullden(2/2), Ekenman-Fernis(2), Mellegård(1), Alm(1), Jacobsen(1),
Siebenmeter: 4 / 4
Zeitstrafen: 4
Rot: Jacobsen (1.)
Torschützen: Ponce de Leon(3/2), Salvado(3/1), Pizzo(3/1), Karsten(3), Sans(3), Gavilan(2), Urban(1), Casasola(1), Gandulfo(1), Crivelli(1), de Uriarte(1), Iacoi(1/1), Bonazzola(1),
Siebenmeter: 5 / 9
Zeitstrafen: 3
Rot:

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