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11.12.2017 14:16 Uhr - Weltmeisterschaft - Elisabeth Trübenbach

Anna Loerper: "Der Weg muss so weitergehen"

Anna LoerperAnna Loerper
Quelle: Michael Schmidt
Das Ziel der Ladies war es bei der Heim-WM das Halbfinale zu erreichen und damit nach Hamburg zu reisen. Nach der 17:21-Niederlage ist der Traum vom Wintermärchen nun geplatzt. Die Enttäuschung bei den DHB-Frauen ist groß, so auch bei Anna Loerper. "Ich habe mein ganzes Leben auf dieses Ereignis ausgerichtet. Natürlich muss man das jetzt erst mal realisieren, dass die ganze Arbeit zu Ende ist und dass man nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat", erklärte die erfahrene Loerper traurig im Interview...

Anna, wie sieht die Gefühlslage bei euch aus?

Anna Loerper:
Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir heute verloren haben. Dänemark hat so gespielt, wie wir uns eigentlich darauf eingestellt hatten. Sie haben weniger Fehler gemacht als wir und das war das Problem. Wir haben nicht die Leistung gebracht, die wir bringen wollten, haben zu viele einfache Fehler gemacht, zu viele Torchancen ausgelassen.

Mit welchen Mitteln hat Dänemark euch heute ausgespielt?

Anna Loerper:
Normalerweise tun sie das mit Kontern, aber nicht heute. Unser Rückzug war ok, auch die Torhüterleistung. Sie haben uns bekommen über den Kreisläufer und die Würfe aus dem Rückraum, denke ich. Und dann hat natürlich Sandra Toft einen großartigen Job gemacht. Wenn wir frei waren und gute Chancen hatten, sind wir an ihr gescheitert. Man muss aber auch sagen, dass die Qualität unsere Würfe nicht wirklich gut war.

Wart ihr zu nervös?

Anna Loerper:
Das glaube ich nicht. Wir haben in der Vorbereitung in einigen großen Hallen vor vielen Zuschauern gespielt wie in Berlin, Magdeburg und Hamburg. Wir haben uns darauf vorbereitet und Magdeburg hat uns sehr, sehr gut unterstützt.

Es sind in den letzten Spielen immer wieder viele Fehler im Angriff passiert und oft mangelte es an der Chancenverwertung. Spielen da die vielen Verletzung im Vorfeld der WM eine Rolle?

Anna Loerper:
Ich denke schon, dass es ein Punkt ist - natürlich möchte ich mich dahinter nicht verstecken -, dass Xenia in der Vorbereitung nicht komplett da ist, ich bin nicht komplett da, Kim fällt uns ganz aus und Anne Hubinger ist auch nicht da. Das sind eigentlich unsere Schlüsselspieler im Rückraum. Natürlich ist das keine Begründung für die Qualität der Abschlüsse, die wir heute gezeigt haben, die ist unterirdisch. Aber vielleicht ist das eine Begründung dafür, dass wir zu viele einfache Bälle ins Aus schmeißen, weil die Abläufe nicht so gut einstudiert sind über die letzten Monate, wie wir das in der Vergangenheit geschafft haben, oder bei der Europameisterschaft.

Wie geht es jetzt weiter?

Anna Loerper:
Den Weg, den Michael Biegler und Wolfgang Sommerfeld vorgegeben haben, der muss so weitergehen. Sie haben ganz, ganz viel gearbeitet in den letzten Monaten. Ich habe noch nie so einen Trainer erlebt, der so akribisch gearbeitet hat, der sich 24 Stunden am Tag in dieses Projekt reingehauen hat. Dementsprechend wird da definitiv was für den Frauenhandball kleben bleiben. Sie haben Strukturen verändert, sie haben eine Spielphilosophie entwickelt, die wir vielleicht in dem Spiel heute oder gegen die Niederlande nicht gezeigt haben, aber der Plan und die Richtung sind klar und da werden wir auch weiterhin dran festhalten.

Ist es ein großer Rückschlag für den Frauenhandball, dass ihr bereits im Achtelfinale ausgeschieden seid und solch ein große Bühne wie in Hamburg verpasst habt?

Anna Loerper:
Natürlich ist das jetzt nicht die ganz große Bühne. Aber ich denke, in den letzten Monaten wurde so viel gearbeitet, dass die Entwicklung weitergehen muss. Michael Biegler hat immer wieder betont, dass die Entwicklung dieses Teams nicht mit der Weltmeisterschaft beendet ist.

Wie sieht es bei dir persönlich aus? Wie lange wirst du brauchen, das Ganze zu verarbeiten?

Anna Loerper:
Das wird länger dauern. Da bin ich mir sicher, weil ich mein ganzes Leben im letzten Jahr beziehungsweise schon früher - seit feststeht, dass die Weltmeisterschaft nach Deutschland kommt - auf dieses Ereignis ausgerichtet habe. Natürlich muss man das jetzt erst mal realisieren, dass die ganze Arbeit zu Ende ist und dass man nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat.



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Frauen · Weltmeisterschaft · Saison 2017/2018
6. Spieltag · 10.12.2017 · 20:30 Uhr
Deutschland17:21
Dänemark
GETEC-Arena (Bördelandhalle) Magdeburg · Zuschauer : 4133
Live im TV auf sport1

Spielfilm:
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Torschützen: Smits (6), Gubernatis (5), Loerper (2/1), Geschke (2), Huber (1), Karolius (1),
Siebenmeter:1 / 4
Zeitstrafen:3
Rot:
Torschützen: Jørgensen (5/1), Tranborg (5), Østergaard Jensen (3), Heindahl (3), Woller (2/2), Iversen (2), Grigel (1),
Siebenmeter:3/4
Zeitstrafen:6
Rot: (1.),

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