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13.12.2017 18:58 Uhr - Weltmeisterschaft - cie

Tschechien niedergerungen: Niederlande sichern sich Halbfinal-Ticket

Lois AbbinghLois Abbingh
Quelle: sportseye.de
Nach dem deutlichen Sieg gegen die deutsche Auswahl im letzten Gruppenspiel schienen die Niederlande auf Betriebstemperatur, im Achtelfinale gegen Japan musste der Vize-Weltmeister dann allerdings über die Verlängerung und auch im heutigen Spiel gegen Tschechien tat sich der Favorit schwer. Tschechien hatte im Achtelfinale Rumänien überrascht und zeigte auch gegen die Niederlande seine Klasse - nach einem frühen 1:7 kämpfte sich das Team im die treffsichere Jerabkova wieder auf Augenhöhe. Der psychologisch wichtige Führungstreffer sollte aber nicht gelingen und in den letzten Minuten spielten die Niederlande um ihre beste Schtzin Lois Abbingh dann ihre Routine aus. Das 31:27 sicherte am Ende das Ticket nach Hamburg, wo es am Freitag im Halbfinale gegen den Sieger des Duells Norwegen gegen Russland um den Einzug ins Finale gehen wird.

Die Niederlande unterstrichen in den Anfangsminuten ihre Favoritenrolle in diesem Viertelfinale, für die Tschechinnen war bereits der Einzug in diese Runde durch den Coup gegen Rumänien der größte Erfolg der vergangenen Jahre. Auch wenn Tschechiens Torhüterin Lucie Satrapova einen ersten Gegenstoß noch abwehren konnte, kurz darauf hieß es 2:0 und auf den ersten tschechischen Treffer folgte dann eine Fünfer-Serie. Die niederländische Deckung stand glänzend, dahinter verbuchte Tess Wester in den ersten Minuten gleich mehrere Großtaten.

Die Niederländerinnen zogen davon, selbst eine frühe doppelte Überzahl half dem Außenseiter zunächst nicht in die Partie - wieder war Tess Wester zur Stelle. Die Torhüterin verließ das Parkett für den nächsten Angriff, mit einer fünften Feldspielerin konnte der Favorit trotz der doppelten Unterzahl treffen: Lois Abbingh hatte eine Lücke zum 7:1 gefunden. Nach einem Siebenmeter gelang Tschechien der zweite Treffer, doch die Antwort der Niederlande durch Nycke Groot folgte umgehend.

Tschechien versuchte es nach einer frühen Auszeit mit einer offensiveren Deckung, das energischere Heraustreten sollte sich in der Folge bezahlt machen. Auch weil die Niederlande angesichts der deutlichen Führung nun in der Deckung passiver standen, vor allem die junge Marketa Jerabkova nutzte dies immer wieder. Es entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch, bei dem sich sehenswerte Aktionen und vermeidbare Ballverluste auf beiden Seiten abwechselten. Nach dem 10:5 kam dann der Favorit aus dem Trott, die Fehlerzahl stieg weiter und zahlreiche Großchancen wurden ausgelassen - unter anderem auch ein Strafwurf. Iveta Luzumova verwandelte aus dieser Distanz auf der Gegenseite und schaffte beim 10:9 den Anschluss.

Die Chance auf den Ausgleich vergab Tschechien allerings, unter anderem aufgrund eines Übertretens im Gegenstoß. Die Niederlande stabilisierten sich hingegen, zogen beim 14:11 wieder auf drei Tore davon. Mit viel Einsatz blieb der Außenseiter aber im Spiel, die Deckung arbeitete mit viel Aufwand und in der Offensive kam in einigen Aktionen wie bei einem abgefälschten Distanzwurf auch das nötige Glück des Tüchtigen hinzu. Lucie Satrapova verbuchte weitere Paraden und als die Niederländerinnen versuchten mit einer siebten Feldspielerin den Gegner in eine defensivere Deckung zu zwingen, traf die tschechiche Torfrau auch noch selbst - ihr erstes Länderspieltor. Die Führung aber behielt der Favorit, der ein knappes 17:16 mit in die Kabine nahm.

Nach Wiederbeginn setzte Iveta Luzumova den Ausgleich, doch der psychologisch wichtige Führungstreffer sollte dem Außenseiter nicht gelingen. Wieder war es ein technischer Fehler im Gegenstoß, der eine mögliche Führung verhinderte. Bei Tschechien parierte die für den Siebenmeter eingewechselte Petra Kudlackova den zweiten Strafwurf - doch die Niederlande trafen im Nachwurf. Und Lois Abbingh blieb auch in der Folge ein wichtiger Faktor im Spiel des Favoriten, das 21:19 war bereits ihr elfter Treffer in dieser Partie. Abschütteln ließ sich der Außenseiter aber nicht, im Gegenteil nach einem Durchbruch von Iveta Luzumova stand beim 24:24 wieder ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Die Niederländerinnen verloren durch einen technischen Fehler den Ball, der Favorit konnte diesen aber zurückerobern und durch Angela Malestein das 25:24 erzielen. Lois Abbingh legte nach, doch nach einem Durchbruch von Michaela Hrbkova hatte der Außenseiter den Anschluss wieder hergestellt. Die Niederländerinnen verwarfen, eroberten aber den Abpraller und setzten durch Angela Malestein das 27:25. Tschechien traf auf der Gegenseite, doch in der entscheidenden Phase konnte sich der Vize-Weltmeister in der Deckung wieder steigern. Tschechien kassierte hingegen zwei Strafzeiten, eine Möglichkeit, die sich der Favorit nicht entgehen ließ und mit einer Dreier-Serie zum 30:26 das Ticket in das Halbfinale nach Hamburg löste.

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Frauen · Weltmeisterschaft · Saison 2017/2018
7. Spieltag · 13.12.2017 · 17:30 Uhr
Niederlande30:26
Tschechien
GETEC-Arena (Bördelandhalle) Magdeburg · Zuschauer : 2387
Live im TV auf sport1

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:0 (2.), 2:1 (3.), 4:1 (5.), 5:1 (7.), 6:1 (8.), 7:1 (9.), 7:2 (10.), 8:3 (11.), 8:4 (12.), 9:4 (14.), 10:5 (15.), 10:7 (17.), 10:9 (20.), 11:9 (21.), 12:10 (23.), 13:11 (24.), 14:11 (25.), 15:12 (26.), 16:13 (27.), 16:15 (28.), 17:16 (HZ), 17:17 (31.), 18:17 (32.), 19:18 (33.), 19:19 (34.), 21:19 (36.), 21:20 (38.), 22:20 (40.), 23:21 (42.), 24:22 (45.), 24:24 (50.), 26:24 (52.), 27:25 (53.), 27:26 (54.), 29:26 (56.), 30:26 (57.), 30:26 (EN)

Torschützen: Abbingh (14/4), Groot (3), Snelder (3), Broch (2), Malestein (2), Polman (2), Smeets (2), Dulfer (1), Rozemalen (1),
Siebenmeter:4 / 7
Zeitstrafen:4
Rot:
Torschützen: Luzumová (11/5), Jerabkova (7), Mala (2), Zachova (2), Satrapová (1), Salcáková (1), Hrbková (1), Setelikova (1),
Siebenmeter:5/5
Zeitstrafen:5
Rot:

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