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17.12.2017 19:00 Uhr - Weltmeisterschaft - jun

Weltmeister! Frankreich entthront den Titelverteidiger

Frankreich setzt sich gegen Norwegen durchFrankreich setzt sich gegen Norwegen durch
Quelle: Michael Schmidt
Der Weltmeister 2017 heißt Frankreich. Das Team von Olivier Krumbholz entthronte Titelverteidiger Norwegen mit einem 23:21 (11:10)-Erfolg. Die beiden Teams lieferten sich ein ebenso spannendes wie hochklassiges Finale und agierten über 60 Minuten auf Augenhöhe. Am Ende erlaubte sich Norwegen ein, zwei Fehler zu viel - das Team von Thorir Hergeirsson vergab unter anderen vier Siebenmeter. Für die Französinnen war es der erste WM-Titel seit 2003.

Die beiden Finalisten legten von der ersten Minute an ein hohes Tempo vor. Da Nora Mørk die erste Chance der Norwegerinnen vergab, ging Frankreich ins Führung - Siraba Dembele und Laurisa Landre stellten auf 2:0 (2.). Die Skandinavierinnen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und konterten mit einem 4:0-Lauf. Stine Oftedal besiegelte den Zwischenspurt mit dem Treffer zum 4:2 (6.) für Norwegen.

Norwegen und Frankreich behielten das hohe Tempo noch mehrere Minuten bei und boten den Zuschauern einen abwechslungsreichen Schlagabtausch. Erst in der 12. Minute beruhigte sich das Spiel und Frankreich spielte seinen ersten längeren Positionsangriff aus. Katrine Lunde fischte den Heber der freigespielten Dembele jedoch aus der Luft. Beim 7:4 (13.) lag der Titelverteidiger daher gar mit drei Toren in Front und Olivier Krumbholz betätigte den Auszeit-Buzzer.

Die eingewechselte Manon Houette verkürzte den Rückstand mit ihrem Treffer auf 5:7 (16.) und Frankreich kämpfte sich Tor um Tor zurück. Norwegen kam hingegen nicht so in den Flow wie zuletzt im Viertel- und Halbfinale und tat sich sichtlich schwer. Die gut aufgelegte Amadine Leynaud nahm Mørk einen Siebenmeter ab und Camille Ayglon glich kurz darauf zum 8:8 (20.) aus. Nun war es Thorir Hergeirsson, der die Auszeit nahm.

Die letzten Minuten ging es noch her, obwohl das letzte Tor im ersten Durchgang bereits in der 26. Minute fiel. Estelle Nze Minko brachte Frankreich mit 11:10 in Front. In der verbleibenden Zeit bis zur Halbzeit parierte Kari Grimsbø noch einen Siebenmeter von Lacrabere und Leynaud nahm Stine Oftedal einen Strafwurf ab.

Dass Frankreich seine Ein-Tor-Führung in die Halbzeit retten konnte, war ein Erfolg für die Französinnen. Nach einer Zeitstrafe gegen Beatrice Edwige nahm Krumbholz die Torhüterin herunter, doch beim Zurückwechseln unterlief seiner Mannschaft ein Fehler - und Frankreich stand trotz Zeitstrafe zu siebt auf dem Feld. So musste der Olympia-Zweite in doppelter Unterzahl agieren, doch da Amanda Kurtovic den Ball an den Pfosten setzte, blieb es beim 11:10 zur Pause.

Nach Wiederanpfiff markierte Lacrabere den ersten Treffer und erzielte das 12:10 (31.). Bei Norwegen lief offensiv weiterhin nicht viel zusammen: Mørk setzte einen Strafwurf neben das Tor und auch der Versuch, einen langen Ball ins verwaiste französische Gehäuse einzunetzen, misslang. Lacrabere fischte den zu kurzen Wurf aus der Luft.

Unterstützt vom Publikum kam Norwegen jedoch zurück. Über 15:14 (40.) kämpfte sich das Team von Thorir Hergeirsson wieder heran. Nach dem 16:16 (42.) durch Heidi Løke nahm Krumbholz die Auszeit und schickte Cleopatre Darleux zwischen die Pfosten, die sich mit einem parierten Siebenmeter sofort bestens einfand. Auch Hergeirsson wechselte und brachte Lunde zurück in die Partie.

Das Spiel blieb eng, zehn Minuten vor dem Ende stand es weiterhin unentschieden. Nun ging es hin und her: Mal lag Frankreich ein Tor in Front, mal Norwegen, doch keine Mannschaft konnte sich deutlicher - und damit vorentscheidend - absetzen. Knapp fünf Minuten vor Ende nahm Krumbholz seine letzte Auszeit, als seine Mannschaft mit 21:20 in Front lag.

Frankreich versuchte, den Angriff lange auszuspielen, doch der Querpass von Lacrabere landete im Seitenaus. So kam Norwegen in Ballbesitz und hatte die Chance zum Ausgleich, doch der Pass auf Løke war zu ungenau. Auf der anderen Seite holte Dembele einen Siebenmeter heraus, den Allison Pineau sicher verwandelte. Hergeirsson versammelte seine Mannschaft zur letzten Auszeit.

Zunächst mit Erfolg: 60 Sekunden vor dem Ende brachte Kristiansen ihre Mannschaft wieder auf 22:21 heran. Frankreich spielte die verbleibende Zeit so lange wie möglich herunter und bei angezeigtem Zeitspiel übernahm Lacrabere die Verantwortung. Die Linkshänderin stieg hoch und netzte zum 23:21 ein. Norwegen trieb den Ball zwar noch einmal nach vorne, doch nachdem Leynaud den schnellen Wurf von Oftedal pariert hatte, brach der französische Jubel endgültig los.



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Frauen · Weltmeisterschaft · Saison 2017/2018
9. Spieltag · 17.12.2017 · 17:30 Uhr
Frankreich23:21
Norwegen
Barclaycard Arena Hamburg · Zuschauer : 11261
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Spielfilm:
1:0 (2.), 2:0 (2.), 2:2 (4.), 2:3 (5.), 2:4 (6.), 3:4 (7.), 4:4 (9.), 4:6 (11.), 4:7 (13.), 5:7 (16.), 6:7 (17.), 6:8 (18.), 8:8 (20.), 8:9 (21.), 9:9 (21.), 10:9 (24.), 10:10 (25.), 11:10 (26.), 11:10 (HZ), 12:10 (31.), 13:11 (34.), 14:11 (34.), 14:12 (36.), 15:12 (37.), 15:13 (38.), 15:14 (40.), 16:14 (40.), 16:15 (41.), 16:16 (42.), 17:16 (43.), 17:17 (44.), 17:18 (48.), 18:18 (49.), 19:18 (52.), 19:19 (53.), 19:20 (53.), 20:20 (54.), 21:20 (56.), 22:20 (58.), 22:21 (59.), 22:21 (EN)23:21 (EN)

Torschützen: Pineau (4/1), Houette (4), Landre (3), Nze Minko (3), Kanor (2), Ayglon-Saurina (2), Lacrabere (2), Niakate (1), Flippes (1), Dembele (1),
Siebenmeter:1 / 2
Zeitstrafen:4
Rot:
Torschützen: Mørk (7/2), Kristiansen (7/1), Løke (3), Brattset (2), Solberg (1), Oftedal (1),
Siebenmeter:3/7
Zeitstrafen:1
Rot:

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