20.03.2017 08:52 Uhr - Jugend/Juniorinnen - ÖHB

ÖHB-Juniorinnen beenden EM-Qualifikation mit Achtungserfolg

Die ÖHB-Juniorinnen beendeten das EM-Qualifikationsturnier im tschechischen Hodonin mit einem 26:26 (14:15) gegen Gastgeber Tschechien. Beide Mannschaften hatten nach zwei Niederlagen keine Chance mehr, dass Endrunden-Ticket zu lösen. Gruppensieger Schweden und -zweiter Serbien waren bereits am Samstag als EM-Teilnehmer festgestanden.

Die Tschechinnen erwischten den klar besseren Start, führten nach einer Viertelstunde 12:6. Doch Rotweißrot kam wie schon gegen Schweden noch vor der Pause in Fahrt, holte Tor um Tor auf. So stand es zur Halbzeit nur +1 für die Gastgeberinnen. Nach Wiederbeginn erlebten die Zuschauer zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der 55. Minute allerdings erzielte die einmal mehr überragende Ines Ivancok die 26:23-Führung für Österreich. Die ÖHB-Sieben schien auf der Siegerstraße. Leider gelang es aber nicht, die zwei Punkte festzuhalten. Denn Rotweißrot erzielte keinen weiteren Treffer, während die Tschechinnen für ein letztes Aufbäumen belohnt wurden und noch ein Remis retten konnten.

"Die ersten beiden Spiele haben Substanz gekostet. Das hat man gemerkt. Außerdem sind meine Spielerinnen auch zu locker in die Partie gegangen. Das können wir uns nicht leisten. Die Deckung war nicht bissig genug. Aber meine Mannschaft konnte sich steigern und das Match drehen. Leider haben wir den Sieg nicht ins Trockene gebracht. Wir hatten am Ende den Ball, die Tschechinnen ließen uns allerdings nicht mehr werfen. Das haben sie clever gemacht", fasste Juniorinnen-Coach Helfried Müller zusammen.

Für die jungen Österreicherinnen wäre in Hodonin wesentlich mehr möglich gewesen. Im ersten Spiel gegen Serbien waren zwei Punkte durchaus in Reichweite. Man scheiterte an der Chancenwertung und Cleverness, verlor 24:26. Im Duell mit den klaren Favoritinnen aus Schweden wurde eine bravouröse Leistung leider nicht belohnt. Erst in der Schlusssekunde erzielten die Skandinavierinnen das Siegestor zum 24:23. "Das war wie ein Stich ins Herz", so Juniorinnen-Coach Helfried Müller. Gegen die Gastgeberinnen waren zwei Punkte, was die 26:23-Führung kurz vor Ende beweist, zum Greifen nah.

"Wir haben eigentlich ein sehr gutes Turnier gespielt, die Spielerinnen es allerdings verabsäumt, sich dafür auch zu belohnen. Die Serbinnen haben sich das EM-Ticket verdient. Sie waren im Endeffekt etwas abgezockter als wir, haben ihr Ding durchgezogen. Für die Entwicklung der Mannschaft wäre eine erfolgreiche Qualifikation natürlich sehr wichtig gewesen. Aber im Sport läuft nicht immer alles geradeaus, man muss auch Kurven nehmen", resümierte Müller.



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