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15.01.2018 09:33 Uhr - Jugend/Juniorinnen - PM HVW

Württemberg gewinnt Länderpokal der weiblichen Jugend

Zum vierten Mal nach 1997, 2013 und 2016 konnte die Auswahl des Handballverbandes Württemberg (HVW) den Länderpokal - die Deutsche Meisterschaft der Landesverbands-Auswahlmannschaften - gewinnen. In der Neuauflage des Vorjahresendspiels setzten sich die HVW-Mädchen (Jahrgang 2001 und jünger) in der EWS-Arena Göppingen gegen Titelverteidiger Westfalen mit 24:22 (15:14) Toren durch. "Ich bin total happy", sagte HVW-Präsident Hans Artschwager (Hildrizhausen). Dritter wurde die Auswahl aus Sachsen durch einen 24:20-Erfolg über Niedersachsen.

Anschließend wurden folgende Spielerinnen von den DHB-Verantwortlichen ins All-Star-Team berufen und von A-Jugend-Bundestrainer Maik Nowak ausgezeichnet: Leonie Patorra, Ann Kynast, Tamara Andreas (alle Württemberg), Lena Hausherr, Mariel Wulf (beide Westfalen), Laura Kuske (Thüringen) und Maxi Mühlner (Sachsen).

In einem spannenden und hochklassigen Finale führte Gastgeber Württemberg gegen Titelverteidiger Westfalen zur Pause knapp mit 15:14 Toren, wobei die Führung ständig wechselte. Auch im zweiten Durchgang hielt die Dramatik an, ehe sich die Württembergerinnen in der 44. Minute um zwei Tore absetzen konnten (22:20). In der 49. Minute bedeutete der 24:21-Vorsprung die Vorentscheidung, und Westfalen konnte nur noch einen Treffer zum 24:22-Endstand erzielen. Die überragende württembergische Torhüterin Lena Schmid war in der Endphase die Matchwinnerin, als sie zahlreiche hochkarätige Chancen der Gegnerinnen parierte. Mit zehn Treffern drückte Leonie Patorra, die beim Deutschen Meister SG BBM Bietigheim zuletzt Einsatzzeiten in der Bundesliga bekommen hatte, dem Finale ihren Stempel auf. Für Westfalen traf Mariel Wulf (5) am besten. "Ich bin froh, dass ich die vier Tage hier war", zog der neue Frauen-Bundestrainer Henk Groener seine persönliche Bilanz, "ich habe viele Top-Spiele gesehen und die Qualität der Begegnungen war sehr gut!"

Vier klare Siege des Handballverbandes Württemberg in der Vorrunde in Schwieberdingen Die HVW-Mädchen kamen durch vier Siege in ihrer Vorrundengruppe D in Schwieberdingen gegen Hessen (29:12), Hamburg (32:18), Bremen (27:13) und Brandenburg (29:15) als Gruppen-Erster ins Viertelfinale. Hier bezwangen die Württembergerinnen in Böblingen den Handballverband Mecklenburg-Vorpommern sicher mit 25:12 Toren. Im Halbfinale mussten die Schützlinge von Landestrainer Nico Kiener (Herrenberg) gegen Sachsen gewaltig kämpfen, ehe der 29:27-Erfolg und die Endspielteilnahme gesichert waren. Vorjahressieger Westfalen gewann in der Vorrunde in Weil im Schönbuch gegen Bayern (27:16), Mecklenburg-Vorpommern (25:18), Berlin (27:12) und Sachsen- Anhalt (23:14) und hielt im Viertelfinale Hamburg nach hartem Kampf mit 22:21 Toren nieder. Im Halbfinale setzten sich die Westfälinnen dann mit 27:20 Toren gegen Niedersachsen durch.

Der Handballverband Württemberg konnte den Länderpokal der weiblichen Jugend im Jahr 1997 in Unna, 2013 in Leimen und Wiesloch sowie 2016 in Göppingen in der Vergangenheit schon dreimal gewinnen und wurde dazu noch fünf Mal Zweiter: 1998 in Biberach, 2000 in Schifferstadt, 2001 in Westerland, 2002 in Wertheim und 2010 in Herrenberg. Sichtlich emotional berührt war nach dem Abpfiff Erfolgstrainer Nico Kiener, der bereits zum dritten Mal eine württembergische Auswahl zum Länderpokalsieg führte: "Meine Mannschaft hat diesen Erfolg extrem verdient. Sie hat eine Super- Vorrunde gespielt und ich konnte alle Spielerinnen einsetzen. Dazu hatten wir im Halbfinale mit Joelle Arno und im Endspiel mit Lena Schmid die besseren Torhüterinnen."

HVW-Präsident Hans Artschwager beschenkte bei der Siegerehrung alle Teilnehmerinnen mit dem zur Frauen-WM aufgelegten Kalender "MUT-Bilder" und erklärte: "Der Länderpokal wurde letztmals in dieser Form ausgetragen. Ich halte es aber für sehr wichtig, dass dieses Format in ähnlicher Form - als Deutschland-Cup - weitergeführt wird, denn das Turnier ist für die Mädchen ein Erlebnis und ein sehr wichtiger Teil ihrer Handballkarriere. In diesem Jahr habe ich eine sehr gute Stimmung zwischen den Teams, Trainern und Betreuern sowie den Organisatoren und Verantwortlichen ausgemacht. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die zum Gelingen der vier Tage beigetragen haben."

Auch George Clarke, DHB-Vize-Präsident für Jugend, Bildung und Schule, dankte bei der Siegerehrung - die er gemeinsam mit Nationalmannschaftskapitänin Anne Loerper und Bundestrainer Henk Groener vornahm - allen Spielerinnen, Trainern, Eltern, Zuschauern, Schiedsrichtern, Kampfrichtern und Vereinen für ihr Engagement im Handball und lobte Ausrichter HVW: "Wir haben vier tolle Tage erlebt!" In der Halbzeitpause hatte Michael Bofinger, der Geschäftsführer der SportRegion Stuttgart, den TV Nellingen zum zweiten Mal in Folge für die beste Jugendarbeit im Bereich der weiblichen Jugend ausgezeichnet und überreichte Veronika Goldammer und Bernd Aichele die Trophäe.

Ergebnisse Länderpokal weibliche Jugend 2018
Finale: Westfalen - Württemberg 22:24
Spiel um Platz 3: Niedersachsen - Sachsen 20:24
Spiel um Platz 5: Schleswig-Holstein - Niederrhein 25:19
Spiel um Platz 7: Hamburg - Mecklenburg-Vorpommern 26:17
Spiel um Platz 9: Südbaden - Bayern 19:24
Spiel um Platz 11: Thüringen - Brandenburg 16:13
Spiel um Platz 13: Rheinland-Pfalz Handball - Bremen 20:22
Spiel um Platz 15: Mittelrhein - Sachsen-Anhalt 13:15
Spiel um Platz 17: Baden - Hessen 22:24
Spiel um Platz 19: Saar - Berlin 27:22

Endstand
1. Württemberg
2. Westfalen
3. Sachsen
4. Niedersachsen
5. Schleswig-Holstein
6. Niederrhein
7. Hamburg
8. Mecklenburg-Vorpommern
9. Bayern
10. Südbaden
11. Thüringen
12. Brandenburg
13. Bremen
14. Rheinland-Pfalz Handball
15. Sachsen-Anhalt
16. Mittelrhein
17. Hessen
18. Baden
19. Saar
20. Berlin

Gruppe A: Schleswig-Holstein - Mittelrhein 24:14; Sachsen - Südbaden 31:19; Saar - Schleswig-Holstein 25:27;
Mittelrhein - Sachsen 17:31; Südbaden - Saar 28:18; Schleswig-Holstein - Sachsen 18:26; Mittelrhein -
Südbaden 14:15; Sachsen - Saar 29:12; Südbaden - Schleswig-Holstein 17:22; Saar - Mittelrhein 17:22.
Endstand: 1. Sachsen (8:0 Punkte/117:66 Tore), 2.Schleswig-Holstein (6:2/91:82), 3. Südbaden (4:4/79:85), 4.
Mittelrhein (2:6/67:87), 5. Saar (0:8/72:106).

Gruppe B: Thüringen - Rheinland-Pfalz Handball 30:19; Niederrhein - Niedersachsen 18:22; Baden - Thüringen
24:21; Rheinland-Pfalz Handball - Niederrhein 23:33; Niedersachsen - Baden 27:23; Thüringen - Niederrhein
17:17; Rheinland-Pfalz Handball - Niedersachsen 25:28; Niederrhein - Baden 23:21; Niedersachsen - Thüringen
26:16; Baden - Rheinland-Pfalz Handball 19:28. Endstand: 1. Niedersachsen (8:0/103:82), 2. Niederrhein
(5:3/91:83), 3. Thüringen (3:5/84:86), 4. Rheinland-Pfalz Handball (2:6/95:110), 5. Baden (2:6/87:99).

Gruppe C: Westfalen - Bayern 27:16; Berlin - Sachsen-Anhalt 16:23; Mecklenburg-Vorpommern - Westfalen
18:25; Bayern - Berlin 34:16; Sachsen-Anhalt - Mecklenburg-Vorpommern 13:29; Westfalen - Berlin 27:12;
Bayern - Sachsen-Anhalt 21:30; Berlin - Mecklenburg-Vorpommern 19:26; Sachsen-Anhalt - Westfalen 14:23;
Mecklenburg-Vorpommern - Bayern 14:26. Endstand: 1. Westfalen (8:0/102:60), 2. Mecklenburg-Vorpommern
(4:4/87:83), 3. Bayern (4:4/97:87), 4. Sachsen-Anhalt (4:4/80:89), 5. Berlin (0:8/63:110).

Gruppe D: Bremen - Hamburg 18:20; Württemberg - Hessen 29:12; Brandenburg - Bremen 24:19; Hamburg -
Württemberg 18:32; Hessen - Brandenburg 15:21; Bremen - Württemberg 13:27; Hamburg - Hessen 35:17;
Württemberg - Brandenburg 29:15; Hessen - Bremen 12:24; Brandenburg - Hamburg 20:27. Endstand: 1. Württemberg (8:0/117:58), 2. Hamburg (6:2/100:87), 3. Brandenburg (4:4/80:90), 4. Bremen (2:6/74:83), 5. Hessen (0:8/56:109).

Viertelfinale: Sachsen - Niederrhein 26:20, Niedersachen - Schleswig-Holstein 29:20, Westfalen - Hamburg
22:21, Württemberg - Mecklenburg-Vorpommern 25:12.

Platzierungsrunde: Schleswig-Holstein - Hamburg 26:21, Mecklenburg-Vorpommern 17:22, Thüringen -
Südbaden 20:24, Brandenburg - Bayern 17:22, Rheinland-Pfalz Handball - Mittelrhein 20:14, Bremen - Sachsen-
Anhalt 18:14, Baden - Saar 30:21, Hessen - Berlin 28:23.

Halbfinale: Niedersachsen - Westfalen 20:27, Württemberg - Sachsen 29:27.



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