News sendenPDF öffnen

20.10.2017 16:56 Uhr - Champions League - PM THC, chs

Herbert Müller: THC soll in der Champions League "einen starken Gegner herausfordern"

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: THC
Nach der Pflicht im Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen gegen die TuS Metzingen richtet sich der Blick des Thüringer HC wieder auf das internationale Parkett, am Sonntag um 14 Uhr empfängt der THC in Nordhausen den ungarischen Spitzenclub Ferencvaros Budapest.

"Wir haben das, was so mega-wichtig war erledigt, nun können wir mit der Lockerheit, weil uns Handball Spaß macht, einen der Top-Acht in der Champions League herausfordern", erklärte THC-Coach Herbert Müller und betonte: "Das war gestern nicht nur von der Tabellensituation her ein Top-Handballspiel. Selten hat ein Spiel dieses Tempo, diese Spannung und ein solches Topniveau. Das war Werbung für den Frauenhandball, auch unter den Augen des Bundestrainers."

Mit 33:30 setzten sich die Thüringerinnen am Ende gegen die vorher ebenfalls ungeschlagene TuS Metzingen durch. "Wir haben in diesem Spiel einen Mitbewerber um die deutsche Meisterschaft klarer dominiert, als es das Schlussresultat zum Ausdruck bringt. Metzingen war mit drei Minustoren noch gut bedient. Ich bin so stolz auf meine Mädels, wie sie das gestern gespielt haben. Das hat verdammt viel Spaß gemacht, dabei war eine jede auf der Platte mit ihren Leistungen an der oberen Grenze, und wir sind geschlossen als Mannschaft aufgetreten. Wir hatten das Spiel über 60 Minuten im Griff und hatten auf alle Herausforderungen Antworten", so Müller, der sich vor einem Einzellob scheute: "Wenn ich überhaupt eine hervorheben möchte, dann Kerstin Wohlbold mit ihrer Dynamik, mit viel Dampf in ein starkes Eins gegen Eins in der ersten Halbzeit und eine unglaublich treffsichere Beate Scheffknecht in Halbzeit zwei."

"Die Mannschaft hat das Konzept, zu dem wir bei unserer prekären Personalsituation nun mal gezwungen sind, super gut umgesetzt. Beim 32:26 war das Spiel gelaufen; das war ein grandioser Auftritt. Wir hatten immer ein gutes Gefühl, waren mental gut eingestellt, jeder hat alles für das Team gegeben. Wir haben eine super Abwehr gespielt, hatten den gefährlichen Rückraum mit Kobylinska, Loerper und Minevskaja im Griff", freute sich der THC-Coach, der auch die Leistung der Referees Nils Blümel und Jörg Loppaschewski hervorhob: "Auch wenn es bei dem einen oder anderen Zuschauer anders gesehen wurde, ich sage ganz deutlich: das war eine ganz hervorragende Schiedsrichterleistung: gradlinig und souverän. Von Hektik keine Spur."

Doch der Blick des THC-Coaches ging schon in Richtung Champions League, mit dem FTC Budapest trifft man auf ein Team, das schon in den vergangenen beiden Jahren Gegner der Thüringerinnen war. "Budapest ist für uns keine Unbekannte, und umgekehrt auch nicht. Wir haben die Mannschaft im August in eigener Halle in einem Vorbereitungsturnier besiegt. Das hat sie schon gewurmt. Sie sind also gewarnt", so Müller, der betont: " An einem sehr guten Tag können wir sie ärgern. Klar ist das eine Top-Acht-Mannschaft in Europa. Sie gehören noch nicht zum Final 4, aber ins Viertelfinale der Champions League allemal. Sie haben Top-Spielerinnen im Kader, mit Nerea Pena, Laura van der Heijden, Zita Szucsanskzki oder Danick Snelder und zwei sehr gute Torhüterinnen."

"Wir wollen jedenfalls befreit aufspielen und einen starken Gegner herausfordern", so Müller, der mit Blick auf das Programm seiner Mannschaft erklärt: "Vorgestern Vardar, gestern Metzingen und morgen Budapest; das ist so, als wenn du als Fußballer innerhalb von 8 Tagen gegen Paris, Dortmund und Manchester United spielst. Wir freuen uns ungemein darauf."

Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!

Frauen · Champions League · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 22.10.2017 · 14:00 Uhr
Thüringer HC25:29
FTC Budapest
Torschützen: -
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: -
Rot: -
Torschützen: -
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: -
Rot: -

Meistgelesen:



Lesen Sie auch: