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17.11.2017 22:02 Uhr - Champions League - PM THC, dpa, red

Champions League: Thüringer HC verliert in Skopje und hofft auf Budapest

Iveta LuzumovaIveta Luzumova
Quelle: Mario Gentzel
Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC haben ihr letztes Gruppenspiel in der Champions League verloren. Die Mannschaft von Herbert Müller unterlag am Freitagabend beim mazedonischen Spitzenreiter Vardar Skopje mit 21:29. Insbesondere im ersten Abschnitt aber trumpfte der deutsche Vizemeister stark auf, ging gegen den verlustpunktfreien Titelanwärter mit einem 12:12 in die Kabinen. Im zweiten Abschnitt setzte sich dann aber Skopje durch. Beste THC-Werferin war Iveta Luzumova mit sechs Treffern.

Der Thüringer HC musste in dem schweren Auswärtsspiele kurzfristig noch auf die erkrankte Kerstin Wohlbold verzichten. Zudem fehlten weitere fünf Leistungsträgerinnen, nur mit sieben Feldspielerinnen reiste das Team von Herbert Müller zum bereits als Gruppensieger feststehenden Titelanwärter nach Mazedonien.

Dennoch hielt der mehrfache Deutsche Meister gut mit, beantwortete den ersten Treffer Skopjes umgehend und hatte sogar die Chance in Führung zu gehen, doch nach glänzendem Anspiel von Dinah Eckerle setzte Alexandra Mazzucco den Aufsetzer über die Latte.

Davon und auch von der mit 5.000 Zuschauern stimmungsvollen Halle ließ sich der Thüringer HC aber nicht beeindrucken - auch dank einiger Glanztaten von Dinah Eckerle wurde der Anschluss gehalten. Über die Blockseite war allerdings insbesondere Penezic immer wieder erfolgreich und auch dank eines sehenswerten Kempa-Treffers von Radicevic-Czivic zog der Favorit auf 9:6 davon.

Die Deckung des THC stand gut, in der Offensive aber fehlte die Durchschlagskraft. Herbert Müller griff daher zur siebten Feldspielerin und überraschte Skopje damit. Das Risiko zahlte sich aus, der Gast kam auf, ging nach einem Wackler von Iveta Luzumova und einem erfolgreichen Versuch aus der Hüfte von Lydia Jakubisova überraschend mit einem 12:12 in die Kabinen.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel hielt der Thüringer HC noch mit, dann aber schlug sich der erhöhte Angriffsdruck der Gastgeberinnen auch auf der Anzeigetafel nieder: Mit einer Fünfer-Serie machte der Favorit aus einem 15:14 binnen fünf Minuten ein 20:14 und stellte damit die Weichen. Meike Schmelzer unterbrach den Lauf der Mazedonierinnen zwar, doch Skopje fand immer wieder Dragana Cvivicz am Kreis, die selbst traf oder Siebenmeter herausholte. Jana Krause parierte einen davon und auch den Nachwurf, doch zurück ins Spiel ließ Skopje den Bundesligisten nicht mehr.

Auf einen gehaltenen Ball von Suslina folgte durch Kuznetsova der Treffer ins leere THC-Tor zum 23:15, der Thüringer HC gab sich aber nicht auf und kämpfte um ein ordentliches Ergebnis. Skopje aber hielt den Druck aufrecht, Alexandra Lacrabere schob den Abstand sogar kurz in den zweistelligen Bereich. Doch zwei Treffer von Beate Scheffknecht verkürzten die Differenz wieder auf acht Toren, bei denen es bis zum 21:29-Endstand auch bleiben sollte.

Dennoch kann der Thüringer HC nach der fünften Niederlage noch auf ein Weiterkommen hoffen. Denn nach dem 31:27-Erfolg im Auswärtsspiel und dem 22:25 im Rückspiel hat der Bundesligist das direkte Duell gegen Larvik auf seiner Seite. Wenn Larvik am Sonntag gegen FTC-Rail Cargo Hungaria keinen Punkt holt, reicht es für den THC. Sollte es gegen den THC laufen, würde er international im EHF-Cup weiterspielen.

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Frauen · Champions League · Saison 2017/2018
6. Spieltag · 17.11.2017 · 19:00 Uhr
Vardar Skopje29:21
Thüringer HC
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