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17.12.2017 14:58 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Kurpfalz Bären mit klarem Heimsieg über Waiblingen-Korb

9 Tore von Lea Gruber konnten die Niederlage nicht abwenden9 Tore von Lea Gruber konnten die Niederlage nicht abwenden
Quelle: Kurpfalz Bären
Die Tigers aus Waiblingen/Korb hatten sich viel vorgenommen, wie es Trainer Jürgen Krause, freimütig in der Pressekonferenz zugab. Dass er aber nach einer guten Viertelstunde schon zur zweiten Auszeit bitten musste, spricht Bände. Die FSG Waiblingen/Korb kassiert bei den Kurpfalz Bären eine deftige 26:37-Niederlage und rutscht in der Tabelle auf Rang Sieben ab.

Erneut konnte die FSG über weite Strecken ihr Leistungsvermögen nicht abrufen, agierte anfangs ohne Selbstvertrauen, später ohne Fortune, leistet sich überdurchschnittlich viele Fehler in Angriff und Abwehr und schenkte den Bären somit Chancen, zum Torerfolg zu kommen. Dass Monika Odrowska, die immer für Tore gut ist, grippegeschwächt nur kurz einsatzbereit war und Sina Hagen und Hanna Hojczyk im Verlauf des Spiels wegen Knöchelverletzungen ausfielen, machte das Projekt Sieg beim Favoriten nicht einfacher.

Mit einem furiosen 4:0 Start (4. Minute) signalisierten die Kurpfalz Bären den fast 600 Zuschauern ihren absoluten Siegeswillen. Beim 12:5 (16. Minute) waren die Bärenfans aus dem Häuschen. "Das war mit Sicherheit das Beste, was man von unserer Mannschaft in den letzten Jahren gesehen hat", so Dr. Robert Becker. Ob Schnelle Mitte, erste oder zweite Welle: Aus einer enorm bissigen Abwehr heraus, wirbelten die Gastgeberinnen über das heimische Parkett, dass es eine wahre Freude war.

Nach der Auszeit lief es nur wenig besser, die Fehlerquote blieb zu hoch. Immerhin blieben die Gäste mit dem 4:7 durch Lea Gruber und Hanna Hojczyks 7:12 in der 18. Minute auf Sichtkontakt. Und das Spiel war noch jung genug, um richtig in die Spur kommen zu können. Weil aber der Gegner nicht irgendwer, sondern der mit Aufstiegsgedanken spielenden Tabellenzweite war, wurde daraus bis zur Halbzeit nichts mehr. Die Bären dominierten und zogen souverän ihr diszipliniertes und hocheffektives Spiel durch. Beim 18:11 schwante dem mitgereisten FSG-Anhang Übles, zweimal Vanessa Nagler und ein Tor von Gruber machten den 14:19-Rückstand zur Pause erträglicher.

Fünf Tore aufzuholen ist im Handball kein Ding der Unmöglichkeit. Und genau das war die Ansage des Trainerteams in der Kabine: "Wenn wir da ran kommen, dann kann das Spiel kippen". Zunächst aber erhöhten die Bären auf 20:14, dann scheiterte Odrowska per Siebenmeter an Hannah Melching im Bären-Tor. Im Gegenzug hielt Tünde Nagy frei gegen Saskia Fackel, doch den Abpraller riss sich der Gegner unter den Nagel, 21:14. Es schien wie verhext, die FSG war immer einen Schritt zu spät. Und die Bären hatten in dieser Phase eine starke Torhüterin im Kasten. Mit ein Grund für die spätere Niederlage: Das Torhüter-Duell entschieden die Bären klar für sich.

Rebecca Engelhardt rackerte an der Abwehrspitze und war im Gegenstoß nicht zu bremsen. Samira Brand lenkte mit Übersicht die Angriffe, während Carmen Moser ihre Dynamik sehr souverän zur Geltung brachte. Sina Michels glänzte mit großartigen Anspielen an den Kreis, wo Lena Feiniler einige artistische Kunststücke zeigte. Und die junge Sophia Sommerrock nutzte ihr Chancen selbstbewusst und äußerst clever. Auch Saskia Fackel war wie immer unberechenbar und in ihrer unnachahmlichen Art erfolgreich. Sicherlich ein Haupttrumpf der Bären war es auch diesmal, dass die Torgefahr nicht von einigen wenigen Spielerinnen abhing, sondern auf allen Positionen entschlossen der Weg zum Tor gesucht wurde.

Die Gäste versuchten alles, aber gegen entfesselte Bären war kein Kraut gewachsen "Wir haben leider erst ab der 16. Minute gezeigt, dass wir Handball spielen können", so ein frustrierter Gästetrainer. Auf der anderen Seite freute sich Katrin Schneider über den zeitweise grandiosen Auftritt ihres Teams. "Nach dem Punktverlust gegen Herrenberg sind in der Trainingswoche einige klare Worte gefallen. In dieser Klasse kannst du nur gewinnen, wenn alle vor Ehrgeiz brennen". Das Ergebnis täuscht denn auch über die wahre Stärke des Tabellenvierten. Es waren vor allem Lena Gruber, Vanesa Nagler und Sina Hagen, die sich vehement gegen die Niederlage stemmten und beim 21:17 ihr Team wieder auf Tuchfühlung heranbrachten.

Dann aber ereilten die Gäste auch zwei personelle Rückschläge. Hagen und Hanna Hojczyk konnten verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen, Krause/Zimmermann gingen die Alternativen aus, und bei Spielzügen, die sonst wie im Schlaf funktionieren, landete der Ball im Seitenaus. Es spricht für das Selbstbewusstsein der Bären, dass man nach einer starken Leistung von Sabine Stockhorst dennoch Hannah Melching mal wieder eine Einsatzchance gab. Und sie nutzte dies konsequent und bot eine ansprechende Leistung. In den letzten 10 Minuten vertraute die Ketscher Trainerin auch ihren Auswechselspielerinnen, die den Sieg sicher nach Hause schaukelten. Beim 34:21 war die höchste Tordifferenz zu verzeichnen, ehe Lea Gruber mit einigen Gewaltwürfen noch erfolgreich war.

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Frauen · 2. Bundesliga · Saison 2017/2018
11. Spieltag · 16.12.2017 · 18:00 Uhr
Kurpfalz Bären37:26
FSG Waiblingen-Korb
Neurotthalle Ketsch · Zuschauer : 600

Torschützen: Moser (9), Fackel (7/3), Feiniler (5), Engelhardt (5), Michels (3), Sommerrock (3), Brand (3), Fabritz (1), Eckhardt (1),
Siebenmeter:3 / 4
Zeitstrafen:5
Rot: (43.),
Torschützen: Gruber (9), Nagler (4), Hagen (3/1), Nikolovska (2), Hammer (2), Hojczyk (1), Stumpp (1), Teixeira da Silva (1), Odrowska (1/1), de Bellis (1), Dirmeier (1),
Siebenmeter:2/4
Zeitstrafen:4
Rot:

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