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09.01.2018 08:35 Uhr - 2. Bundesliga - Ralf Ohm

Demianczuk sorgt mit "unglaublicher Quote" für Sieg der SG 09 Kirchhof

Katarzyna Demianczuk, Frederikke Siggard und Paula Küllmer, Torhüter-Trio der SG 09 KirchhofKatarzyna Demianczuk, Frederikke Siggard und Paula Küllmer, Torhüter-Trio der SG 09 Kirchhof
Quelle: SG 09 Kirchhof
Vor dem großen Knäuel kam das kleine. Erst umarmten sich die drei Torfrauen allein, um sich dann dem kollektiven Jubel mit der gesamten Mannschaft zu widmen. Für Frederikke Siggard, eine davon, keineswegs ein Ritual, sondern "ein Zeichen, dass wir uns gemeinsam über die tolle Leistung von Kasia freuen". Die war in der Tat wegbereitend für den unerwartet klaren 33:25-Erfolg der SG 09 Kirchhof im Aufsteigerduell der 2. Bundesliga gegen die FSG Waiblingen-Korb. In Zahlen: Katarzyna Demianczuk wehrte 27 Bälle ab und kassierte 24 Tore, hatte in der ersten Hälfte eine unglaubliche Quote von über 60 Prozent.

"Ich hatte wohl einen guten Tag", lautete der zaghafte Erklärungsversuch der 26-Jährigen. Die Untertreibung des Tages. Denn: Wie sie zwischen der zehnten und 17. Minute überhaupt keinen Treffer zuließ, wie sie dreimal im Spiel drei Bälle hintereinander hielt, wie sie mit ihren langen Pässen fünf Tempogegenstoßtore einleitete - alles Extraklasse. "Die Abwehr hat mir sehr geholfen", gab Katarzyna Demianczuk die Komplimente an ihre Vorderleute weiter.

Die hatten in der Tat ganze Arbeit geleistet. Die "Halben" Monika Odrowska und Lea Gruber so gut wie rausgenommen und damit den Druck des Abschlusses auf Spielmacherin Sinah Hagen verlagert, die damit, auch wegen "Kasia", völlig überfordert war. Oder aber die Außen der FSG musssten ran - und fanden in der SG-Torfrau ihre Meisterin.

Weil die in ihrem Element war, die Lieblingsecken der gegnerischen Schützen kannte ("Die schreibe ich mir vorher immer auf") oder aber wartete und wartete und wartete. "So wissen die Spielerinnen schließlich nicht, was sie machen sollen", begründet die "Steherin" ihre stoische Ruhe. "Das kann ich mir von ihr abgucken", sagt Kollegin Siggard, die genauso wie die dritte im Bunde, die erst 18-jährige Paula Küllmer, jede Parade Demianczuks wie ein Tor bejubelte und ihr auch noch den ein oder anderen Tipp von der Bank gab.

Ja, die drei Kirchhofer Torfrauen helfen sich. "Wie eine kleine Familie", erklärt Trainer Christian Denk, wobei die Älteste nicht unbedingt die Mama ist. "Sie ist im Kopf genauso jung wie wir und manchmal richtig verrückt", beschreibt die Dänin Siggaard ihre polnische Mannschaftskameradin. Natürlich wollen alle drei spielen. Doch Konkurrentinnen sind sie nur im Training, im Spiel gilt es, der jeweiligen Nummer eins den Rücken zu stärken.

Als solche war die 1,75m große Blondine angesichts ihrer sportlichen Vergangenheit (u.a. in der polnischen Superliga) natürlich geholt worden. Trotzdem gab es Anpassungsprobleme, startete die gelernte Physiotherapeutin mit Verspätung durch. Ist aber nun, wie Christian Denk erfreut feststellt, "voll da".

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Frauen · 2. Bundesliga · Saison 2017/2018
13. Spieltag · 06.01.2018 · 18:00 Uhr
SG 09 Kirchhof33:25
FSG Waiblingen-Korb
Stadtsporthalle Melsungen · Zuschauer : 616

Torschützen: Kühlborn (7), Sabljak (6/2), Boonkamp (5), Nolte (4), Mai (4), Muchocka (4), Visser (3/1),
Siebenmeter:3 / 3
Zeitstrafen:5
Rot:
Torschützen: Gruber (8), Nikolovska (4), Hammer (4/1), Odrowska (3/2), de Bellis (2), Hojczyk (2), Hagen (1), Teixeira da Silva (1),
Siebenmeter:3/4
Zeitstrafen:7
Rot: (39.),

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