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20.10.2017 15:07 Uhr - EHF-Pokal - dpa, PM BSV

BSV-Trainer Leun warnt vor Europacup: "Vorsprung kein Ruhekissen"

Trotz des 33:26-Erfolgs im Zweitrunden-Hinspiel um den EHC-Cup gegen Vaci NKSE gehen die Handballerinnen des Buxtehuder SV mit großem Respekt in das Rückspiel in Ungarn. "Es erwartet uns ein sehr schwieriges Spiel. Es geht wieder bei 0:0 los, weil wir schon so oft Europapokal gespielt haben und wissen, dass so ein Vorsprung gut ist, aber kein Ruhekissen, auf dem man sich betten kann. Wir müssen hellwach sein", betonte Trainer Dirk Leun vor der Partie am Samstag.

Keine 24 Stunden nach dem schwer erarbeiteten 25:21-Erfolg gegen FrischAuf Göppingen in der Bundesliga machen sich die Handballerinnen des Buxtehuder SV schon wieder auf die Reise. Die letzte Etappe dieser bisher so erfolgreichen englischen Wochen - vier Siege in drei Wettbewerben - führt den BSV nach Ungarn. Im rund 40 Kilometer von Budapest entfernten Vác steht am kommenden Samstag (21. Oktober) um 18 Uhr das Rückspiel in der zweiten Runde des EHF-Cup bei Vác i NKSE an.

Im Gepäck hat der Pokalsieger einen Sieben-Tore-Vorsprung, das Hinspiel in der Halle Nord wurde am vergangenen Samstag mit 33:26 (15:14) gewonnen. Mit einem begeisternden Auftritt in der zweiten Halbzeit war der BSV zwischenzeitlich sogar auf 31:20 davongezogen, am Ende konnten die Gastgeberinnen immerhin sieben Tore mit ins Ziel nehmen.

"Mir war klar, dass wir den Vorsprung nicht bis zum Ende halten können", sagt Dirk Leun, der bei einigen seiner Spielerinnen schon einen gewissen Kraftverlust spürte. Dennoch zeigte sich der 53-Jährige nach der Partie sehr zufrieden. "Es kommt nicht so oft vor, aber ich war richtig zufrieden. Wenn der Trainer draußen steht und schmunzelt, weil man sieht, wie viel Spaß die Mannschaft hat und mit welchem Risiko sie attraktiven Frauenhandball anbietet."

Einig war sich Dirk Leun mit seinem ungarischen Trainerkollegen Zoltan Szilagyi, dass dieses Spiel aber nur die erste Halbzeit war. Wohl wissend, dass die sieben Tore ein Vorteil für den deutschen Pokalsieger sind, erwarten beide Trainer in Ungarn ein spannendes Match. Dirk Leun: "In Ungarn erwartet uns ein sehr schwieriges Spiel. Es geht wieder bei 0:0 los." Ähnlich sieht es Zoltan Szilagyi: "Wir wollen zu Hause alles geben, um noch weiterzukommen. Klar nimmt Buxtehude einen hohen Vorsprung mit, aber im Handball ist vieles möglich."

Worauf wird es ankommen? Dirk Leun: "Vor allem mental wird das eine echte Bewährungsprobe für unsere junge Mannschaft. Wir müssen die Nerven behalten, wenn es vielleicht auch mal nicht so läuft - so wie wir das auch im Spiel gegen Göppingen getan haben, als wir 13 Minuten ohne Tor geblieben sind. Und dann müssen wir schauen, was sich der Gegner taktisch einfallen lässt und wie wir unsererseits darauf regieren können. Auf jeden Fall werden wir das Spiel selbstbewusst und optimistisch angehen, wir wollen nicht nur den Vorsprung verwalten."

Begleitet und unterstützt wird die Bundesliga-Mannschaft von 15 Fans. Im gemeinsamen Flieger ging es am heutigen Freitag um 9.50 Uhr von Hamburg nach Budapest, vor Ort sind Mannschaft und Fans allerdings in unterschiedlichen Hotels untergebracht. Vor dem Rückflug am Sonntag hat die Handball-Marketing noch eine gemeinsame Stadtrundfahrt für Mannschaft und Fans durch Budapest organisiert. Die geplante Rückkehr ist am Sonntag gegen 18 Uhr. Die Stadt Vác ist so groß wie Buxtehude und liegt 40 km nördlich von Budapest und ebenso wie die ungarische Hauptstadt direkt an der Donau. Die Halle in Vác ist ein Hexenkessel für gerade mal 800 Zuschauer: 425 Sitzplätze, 375 Stehplätze.

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Frauen · EHF-Pokal · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 21.10.2017 · 18:00 Uhr
Vaci NKSE29:22
Buxtehuder SV
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