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07.12.2017 20:28 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Rhein-Neckar Löwen mit klarem Sieg über Stuttgart

Mikael ApelgrenMikael Apelgren
Quelle: Marco Wolf
Die Rhein-Neckar Löwen sind nach Pluspunkten zur SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin gleich gezogen. Der Deutsche Meister hatte kaum Mühe mit dem TVB 1898 Stuttgart, kontrollierte bereits nach wenigen Minuten das Geschehen in der SAP-Arena und setzte sich am Ende klar mit 33:23 (16:8) durch.

Rund drei Minuten Anlaufzeit benötigten die Löwen Anlaufzeit, dann begann sich die Abwehr zu stabilisieren und kam ins Rollen. Ein Fehlwurf von Salger, zwei anschließende Paraden von Mikael Apelgren und Andy Schmid warf die Löwen mit seinem vierten Treffer bereits mit 6:2 (6.) nach vorne. Die Wild Boys taten sich schwer gegen die 5:1-Abwehr mit Hendrik Pekeler auf der Spitze. Als der Löwen-Kreisläufer dann noch Anspiel von Schmid zum 8:3 (14.) erhöht hatte, musste Markus Baur erstmals mit einer Auszeit gegensteuern.

Mit der Einwechselung von Marian Orlowski bekam der Rückraum ein wenig mehr Zug zum Tor. Auch Jonas Maier konnte mit einigen Paraden ein Anwachsen des Rückstands verhindern - auf der Gegenseite konnte aber Maier weiterhin seine Akzente setzen und die Aufholjagd eindämmen. Immerhin, Schweikardts Durchbruch zum 9:6 (19.) ermunterte auch Nikolaj Jacobsen die Grüne Karte am Kampfgericht abzulegen. Schnell schalteten die Hausherren nun wieder einen Gang hoch, räumte offensiv nun immer wieder auf Jerry Tollbring ab und zog auf sechs Tore (12:6) weg.

Stuttgart hielt weiterhin vor allem durch Orlowski dagegen. Eine Schrecksekunde dann wenig später - Pekeler, Schweikard und Maier rasselten im Kampf um einen Abpraller ineinander und vor allem der Stuttgarter Keeper war anschließend nicht mehr in der Lage sein Tor zu verteidigen. Jerry Tollbring nutzte die Gunst der Stunde und netzte zum 13:8 (26.) ein. In einer ähnlichen Situation hatte im März 2009 Oldenburgs Kreisläuferin Weibke Kethorn den Wurf verweigert und anschließend den "Preis des Bundesministeriums des Inneren für Toleranz und Fairplay" erhalten.

"Wenn die Torfrau am Boden liegt, ist das kein richtiges Tor für mich", begründete Kethorn damals (wir berichteten): "Ich will nur faire Tore werfen und würde dies auch immer wieder so machen." Ihr damaliger Trainer Leszek Krowicki, mittlerweile bei der Frauenhandball-WM als Nationaltrainer von Polen im Einsatz, meinte nach dem Spiel damals zu den Medienvertretern: "Habt ihr das gesehen? So eine faire Geste. Ich wette, 99 Prozent aller Handballer werfen in so einer Situation."

Auch die Schlussminuten des ersten Durchgangs dominierte der Deutsche Meister und nahm ein 16:8 in die Kabine. In Halbzeit zwei setzten die Schwaben zwar die ersten Akzente, dann aber nahmen die Hausherren in der SAP-Arena das Zepter wieder schnell in die Hand und kontrollierten das Geschehen. Der Spielstand pendelte sich bei acht bis neun Toren ein, Markus Baur versuchte beim Stand von 23:14 (41.) noch mal mit dem Wechsel zwischen den Pfosten auf Nick Lehmann einen Impuls zu setzen, doch auch der A-Jugendliche sollte den ersten zweistelligen Rückstand nicht verhindern.

Als Gedeon Guardiola frei vom Kreis zum 27:16 (44.) einnetzen konnte, musste Baur erneut zum Gespräch bitten. Nikolaj Jacobsen musste sich hingegen mehr Gedanken über die Besetzung des rechten Flügels machen. Patrick Groetzki hatte schon aufgrund einer Muskelverhärtung vor der Partie von einem Einsatz abgesehen, Bogdan Radivojevic verletzte sich dann beim Stand von 27:17 (45.) - Reinkind übernahm nun auf Außen, Petersson agierte auf der Halbposition.

Den Löwen fehlte nun ein wenig der Schwung, auch eine Zeitstrafe gegen Simon Baumgarten konnte man nicht mit einem Torerfolg krönen. Über die Deckung kamen die Gastgeber dann aber doch wieder in die Partie, als Gedeon Guardiola fünf Minuten vor dem Ende zum 32:21 konterte, war nur noch die Höhe des Sieges fraglich. Die Schwaben kämpften noch um eine einstellige Niederlage, doch spätestens als Radivojevic das Kempa-Anspiel von Schmid zum 33:22 verwandelte, schien diese Hoffnung dahin. Weiss erzielte zwar noch einen schnellen Treffer, doch die Löwen spielten die verbleibenden 45 Sekunden souverän herunter.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
2. Spieltag · 07.12.2017 · 19:00 Uhr
Rhein-Neckar Löwen33:23
TVB 1898 Stuttgart
SAP-Arena Mannheim · Zuschauer : 5076

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:1 (2.), 2:2 (2.), 3:2 (3.), 4:2 (4.), 5:2 (5.), 6:2 (6.), 6:3 (7.), 7:3 (11.), 8:3 (14.), 9:4 (16.), 9:6 (19.), 12:7 (24.), 12:8 (25.), 14:8 (27.), 16:8 (HZ), 17:10 (33.), 18:10 (35.), 20:11 (37.), 21:13 (39.), 22:14 (40.), 23:14 (40.), 24:15 (42.), 27:16 (44.), 28:18 (46.), 29:19 (48.), 29:21 (52.), 30:21 (54.), 31:21 (55.), 32:21 (56.), 32:22 (58.), 33:23 (EN)

Torschützen: Tollbring(8), Radivojevic(6), Schmid(5/1), Larsen(3), Pekeler(2), Guardiola Vilaplana(2), Petersson(2), Baena Gonzalez(2), Reinkind(2), Taleski(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Orlowski(5), Schagen(5/2), Späth(3), Weiß(2), Salger(2), Kretschmer(2), Lobedank(2), Baumgarten(1), Schweikardt(1),
Siebenmeter: 2 / 3
Zeitstrafen: 3
Rot:

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