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13.01.2018 11:35 Uhr - Europameisterschaft - Daniel Genings

Chevtsov "natürlich zufrieden" - Bauer und Österreich mit Kampfansage

Kampfansage von Thomas Baur: "Wir brauchen Punkte und wir werden Punkte machen"Kampfansage von Thomas Baur: "Wir brauchen Punkte und wir werden Punkte machen"
Quelle: ÖHB, Pucher
Es war dies wie im Vorfeld erwartet enge Partie zwischen Österreich und Weißrussland. Viele sahen die Chancen bei 50:50, die Bedeutung aber war enorm: Der Sieger sollte aber angesichts der weiteren Gruppengegner Norwegen und Frankreich die Tür zum dritten Platz und somit der Hauptrunde aufstoßen. Und der hieß am ersten EM-Spieltag Weißrussland: Mit 27:26 siegte das Team von Iouri Chevtsov knapp gegen Österreich. "Natürlich bin ich sehr zufrieden", so der weißrussische Trainer nach dem Spiel. Österreich gab sich aber trotz der Niederlage kämpferisch.

Konnte er auch, denn sein Team war dieses eine Tor besser am Freitagabend. "Insgesamt bin ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden. Zu Beginn waren wir ein wenig nervös, das hätten wir besser machen können", so der erfahrene Coach, der Weißrussland in den letzten Jahren immer wieder nicht nur zu den Endrunden geführt, sondern dort auch immer wieder zu überraschenden Erfolgen geführt hatte.

"Österreich war auch stark, deshalb möchte ich auch unserem Gegner zu dem guten Spiel gratulieren", erklärte Chevtsov mit Blick auf den engen Spielverlauf, in dem seine Mannschaft in den entscheidenden Phasen aber immer wieder den Ausgleich des Gegners verhinderte und wichtige Akzente setzte - wie mit dem Doppelschlag zum 27:24, der die Weichen zum 27:26-Erfolg stellte.

Das Lob spendete den Alpenländern unterdessen nur wenig Trost, denn mit Norwegen und Frankreich in der Gruppe kam die Begegnung einem Endspiel um den dritten Platz gleich - sofern Österreich keine Überraschung mehr gelingen sollte. "Enttäuscht", so Thomas Bauer zu seiner Gemütslage. "Wir haben uns sehr lange auf dieses Spiel vorbereitet und wussten um die Wichtigkeit. Weißrussland war in der Deckung und im Angriff stabil und taktisch gut. Sie waren ein Tor besser als wir."

Trainer Patrekur Johannesson gratulierte zunächst seinem Freund Chevtsov, unter dem er früher selbst als Spieler aktiv war, bevor er auch für seine Spieler ein Lob aussprach. "Es war ein hartes Spiel, aber meine Jungs haben alles gegeben. Es war ein schweres Spiel, aber sie haben es gut gelöst. Vielleicht haben wir in den letzten zehn Minuten einige Pässe mit zu viel Risiko gespielt", so Österreichs Teamchef.

Zur EM äußerte sich Johannesson positiv. "Es ist alles sehr gut organisiert, das Hotel, das Trainingszentrum sind gut und die Fans waren heute sensationell." 600 Fans unterstützen heute das Team aus Österreich und auch am Sonntag werden ähnlich viele rot-weiß-rote Zuschauer die Mannschaft anfeuern. Dies sorgt auch bei Torhüter Thomas Bauer für Optimismus: Er versprach den heimischen Fans, dass "wir das Spiel analysieren und es gegen Frankreich besser machen." Sein Coach schließt sich an: "Wir werden alles genau analysieren und konzentrieren uns jetzt ganz auf Frankreich."

Mit dem Sieg hat Weißrussland unterdessen schon am ersten Spieltag das Tor zur Hauptrunde weit aufgestoßen. "Die Abwehr war heute entscheidend", so Weißrusslands Uladzislau Kulesh nach dem Spiel. Der Rückraumspieler war mit sieben Treffern bester Schütze seines Teams, das nun am Sonntag gegen Norwegen befreit aufspielen kann. "Ich glaube nicht, dass dieses Spiel bereits die Entscheidung über den Aufstieg in die Hauptrunde gebracht hat, aber wir hoffen natürlich das Beste", ordnet Chevtsov ein. Denn Österreich gibt sich keineswegs auf: "Wir brauchen Punkte und wir werden Punkte machen", so Thomas Bauer.

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2017/2018
1. Spieltag · 12.01.2018 · 18:15 Uhr
Weißrussland27:26
Österreich
Sportcenter Porec · Zuschauer : 3100

Torschützen: Kulesh (7), Puchowski (5), Rutenka (4), Yurinok (4), Schilowitsch (2), Harbuz (2/2), Karalek (2), Karvatski (1),
Siebenmeter:2 / 3
Zeitstrafen:4
Rot:
Torschützen: Bilyk (8), Bozovic (5), Weber (4/1), Ziura (3), Zeiner (2), Hermann (2), Frimmel (2),
Siebenmeter:1/1
Zeitstrafen:7
Rot: (3.),

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