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03.01.2018 15:00 Uhr - Champions League - rom

Blick hinter die Kulissen: unas media productions als Handball-Pionier im Bewegtbild

Chefredakteur Markus Diglas ist mit LAOLA1.tv/unas media productions ein Handball-Pionier im BewegtbildChefredakteur Markus Diglas ist mit LAOLA1.tv/unas media productions ein Handball-Pionier im Bewegtbild
Quelle: LAOLA1.tv
Musste man sich vor einigen Jahren noch mühsam nach Handball-Übertragungen umschauen, so sind Liveübertragungen zumindest im Spitzenhandball inzwischen fast schon Standard. Neben den Spielübertragungen runden daneben Kurzberichte, Highlights aber auch Magazine das Bewegtbild-Angebot ab. unas media productions ist gerade im Handball ein Pionier in beiden Bereichen. Chefredakteur Markus Diglas ist von Wien aus mit seinem Team für einen großen Teil der Bewegtbilder verantwortlich, die der Handballfan täglich anschauen kann.

Relativ unscheinbar steht das Firmengebäude in einem Wiener Industriegebiet. Dass hier die Schaltzentrale für viele Bewegtbilder sitzt, gerade auch in der VELUX EHF Champions League und bei Europameisterschaften, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Dort sitzt Chefredakteur Markus Diglas in seinem Büro direkt neben dem Großraumbüro mit unzähligen Schnitt- und Videoarbeitsplätzen, auch mehrere schalldichte Boxen für die Live-Kommentierung von Sportevents sind in Reichweite.

"Genau genommen haben wir in der Videoredaktion zwei Säulen", erklärt Diglas die Aufgabenfelder, "einerseits produzieren wir Videos und Live-Inhalte für Vereine, Verbände und andere TV-Sender und andererseits bieten wir Bewegtbild, auf Plattformen wie www.laola1.tv und sportradar OTT den Sportfans direkt an." Gerade das OTT-Angebot der Konzernmutter sportradar gewinnt immer mehr an Bedeutung. Verbände und Vereine bekommen hier die Möglichkeit eine maßgeschneiderte Klub TV Lösung ins Leben zu rufen.

Wenn man mit Diglas über Sport und Bewegtbild, über die Anfänge und die Entwicklung, aber auch Perspektiven redet, dann wird es spätestens beim Handball richtig emotional. Früher war der 37-jährige selbst aktiver Handballer.

Von dieser Leidenschaft getragen werden seit 2010 im Auftrag der EHF jährlich 36 TV Magazine (Champions League REWIND - the handball show), wovon eines 26 Minuten dauert, produziert. Alle Inhalte sind kostenlos auch im Online TV Portal der EHF auf ehftv.com zu sehen. Dieses Portal wird sowohl technisch als auch redaktionell vollumfänglich von Diglas Team betreut, für das er aktuell Verstärkung sucht.

"Vor der Fertigstellung des ersten Magazins bin ich morgens um 9 Uhr aus der Redaktion raus", schwelgt Diglas über diese Pionier-Zeiten, "wir haben die ganze Nacht durchgeackert." Heute produziert fast jede Liga Videos wie "Top 5 Tore" oder ein "Team der Runde". Damals war das aber im Handball völlig neu. "Da sind oft ziemlich knifflige Entscheidungen dabei, welches Tor zu den besten fünf eines gesamten Spieltages gehört - nicht nur einmal hatten wir da schon hitzige Diskussionen innerhalb des Teams", erzählt der Handballer, der von seinen Kollegen die gleiche Begeisterung für den Sport erwartet die er selbst an den Tag legt. Zugegeben, gehen mit ihm aber auch schon mal die Emotionen durch, wenn sich "sein" Land für eine EURO qualifiziert: Nachzuhören beim Spiel EURO-Quali AUT - BIH.

Nachdenklich wird Markus Diglas dann allerdings, wenn man mit ihm darüber spricht, wie der Bewegtbild-Markt in zehn Jahren aussehen wird. "Das Konsum- und Nutzerverhalten hat sich stark verändert", holt er ein wenig aus, "gerade diese kurzen Highlight-Clips sind für uns ein großer Erfolgsfaktor und in der heutigen Dominanz der sozialen Medien enorm wichtig."

Ist es beispielsweise für Facebook extrem wichtig kurze und unterhaltsame Inhalte zu produzieren, so ist die Akzeptanz eines Instagram-User was die Videolänge angeht nochmal eine andere: "Hier ist ja ein 10 Sekunden Video schon zu lange!" Er hat sogar das Aus für Kretzsches Handballtalk von Sky schon im Sommer vorausgesagt: "Die Idee, also tiefere und andere Einblicke in den Sport zu geben ist super, doch leider nur für eine sehr spitze Zielgruppe und damit fehlen dir eben die Zuseher. Und das Problem sind immer die verhältnismäßig hohen Produktionskosten."

Extrem spannend findet es Diglas sich tagtäglich der Herausforderung zu stellen, dem Handball eine mediale Reichweite zu geben. Hier bezeichnet er sich selbst auch als Entwicklungshelfer der spusu Handball Liga Austria. "Als wir uns mit der Liga beschäftigt hatten, war der Bewegtbildbereich kaum spürbar - heute übertragen wir in Kooperation mit dem ORF knapp 50 LIVE Spiele pro Saison und produzieren weit über 200 Clips pro Saison."

Die österreichische Liga entwickelt sich auch dank der Kooperation mit LAOLA1 im rasanten Tempo. So wurde beispielsweise die Kooperation mit dem Telefonieanbieter spusu, dem namensgebenden Hauptsponsor aufgegleist, und weitere Vermarktung- und Präsentingpartner gefunden. "Als aktiver Handballer oder Unbeteiligter ärgert man sich oft, wenn der Handball medial nicht genügend Stellwert bekommt. Oft wurde mir erzählt, dass der Handball keine Reichweite erzielt", so Diglas, "die Zuseher honorieren einfach wenn du mit der nötigen Leidenschaft und Wissen an den Handball überträgst und aufbereitest. Wir versuchen daher sowohl die Emotion als auch Fakten zu erzählen. Und dieses Paket beschert uns wachsende Reichweite."

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